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21.01.2008
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Die Aktien steigen weiter: Drei Tage nach dem 3:2-Coup in Wuppertal sorgte das fast schon abgeschriebene Team von Rhein-Main Volley zum Auftakt der Rückrunde in der Bundesliga für den nächsten Paukenschlag. Auch Mitaufsteiger VC Bad Dürrenberg-Spergau ging am eigenen Netz als zweiter Sieger vom Feld.
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Was ein unverhofftes Erfolgserlebnis im Volleyball doch alles bewirken kann. "Der psychologische Aspekt in dieser Sportart ist enorm groß. Unser Sieg in Wuppertal war eine Initialzündung," konstatierte "RMV"-Trainer Christian Metzger am Tag nach dem dritten Saisonsieg seiner Mannschaft. Nach 111 effektiven Spielminuten hatten sich die erkennbar selbstbewusster auftretenden "RMV"-Cracks in spielerisch überzeugender Manier vor den Toren Leipzigs hochverdient 3:1 (25:23, 25:16, 25:27, 27:25) durchgesetzt und damit ihre Chancen weiter erhöht, der zwischenzeitlich sehr wahrscheinlich gewordene Rückstufung in die zweite Klasse zu entgehen.
"Wenn wir nun auch noch am Mittwoch zu Hause gegen Eltmann gewinnen sollten, hätten wir wieder alle Möglichkeiten, den Abstiegskampf offen zu gestalten", sagte Metzger - wohl wissend, dass die am Samstag bezwungenen Sachsen sowie überraschend auch Bayer Wuppertal aktuell nur noch zwei Punkte mehr als die Hessen auf dem Konto haben. Da der 36-Jährige aufgrund seines anlaufenden Referendariats in Sindelfingen ab Februar ins zweite Glied zurücktritt - siehe unten stehenden Artikel -, bleibt freilich abzuwarten, ob die erfreuliche Entwicklung von dieser Veränderung, wie erhofft, unberührt bleibt.
Zurück zum zweiten "RMV- Streich" 2008. Unbeeindruckt von der kurzen Erholungszeit nach dem Erfolg in Wuppertal sowie der Kulisse von fast 1000 VC-Sympathisanten, spielten die Gäste in der Jahrhunderthalle im Bad Dürrenberger Stadtteil Spergau von Beginn an groß auf. "Die haben nicht schlecht gespielt, aber wir waren einfach besser - vor allem bei Block und Aufschlag," so das Fazit des heimischen Übungsleiters. Dies mutmaßlich auch deshalb, weil die zum Saisonauftakt in der Köbel-Halle 3:0 siegreich gebliebenen Gastgeber in der Anfangsphase bei ihren Parade-Angriffsversuchen über die Mitte einige Male vom starken "RMV"-Kapitän Andreas Kolle gestoppt wurden. "Das hat den Gegner stark verunsichert und dazu den Druck erhöht, weil diese Partie vor ein paar Wochen im Kopf schon gewonnen worden war", befand Metzger.
Während die Bad Dürrenberger - sieben Jahre nach der Vereinsgründung wurde der VC in der Spielzeit 2006/2007 souveräner Nordmeister der Zweiten Liga - um Fassung rangen, als der zweite Durchgang im Schnellverfahren verloren ging, war der Tabellenvorletzte drauf und dran, die bedeutsame Partie in drei Sätzen für sich zu entscheiden. Angeführt vom herausragenden Außenangreifer Mark Posthuma - der Niederländer zeigte seine bislang beste Leistung im "RMV"-Trikot -, dem blockstarken Kolle sowie vom jungen Zuspieler Sören Schneider (Metzger: "Er wird von Spiel zu Spiel immer sicherer."), bügelte der Gast auch dank der Einwechslung von Christian Günther einen 12:18-Rückstand aus und erkämpfte sich beim 24:22 zwei Matchbälle. "Da haben wir leider zwei Angriffe verschlagen", bedauert Metzger.
Wie sehr Rhein-Main Volley binnen weniger Tage zu einer echten Mannschaft gereift ist, wurde im vierten Abschnitt rasch offenkundig. Ein 12:8-Vorsprung ging zwar dahin, weder die Aufholjagd noch die knisternde Atmosphäre ließen die Hessen wackeln. Vom 21:20 legten die Gäste jeweils vor, spannten dann aber die Nerven des einzigen angereisten "RMV"-Fans auf die Folter. Die Hausherren stemmten sich mit aller Macht gegen die dritte Heimpleite, die dann beim sechsten Matchball doch beschlossene Sache war. Sehr zur Freude von Christian Metzger: "Das war Balsam für die Seele der Spieler, schon drei Tage später bestätigen zu können, dass der Sieg in Wuppertal keine Eintagsfliege war. Am liebsten würden die Jungs im Moment jeden Tag spielen." Angesichts dieser Einschätzung trifft es sich gut, dass sich die Mannschaft nur bis Mittwoch gedulden muss...
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Quelle: Main-Spitze
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