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Wilmas wilde Worte

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Zwei gute Sätze reichen nicht

15.03.2010
Am Ende fehlte etwas die Kraft, um dem Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, ein Bein zu stellen. So unterlag die Mannschaft von Rhein-Main Volley nach 101 Minuten letztendlich verdient mit 2:3 Sätzen gegen VC Gotha, dem somit die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Erste Bundesliga nur noch rechnerisch zu nehmen ist.

"Ich bin sehr, sehr zufrieden mit meiner Mannschaft", zollte "RMV"-Trainer Luis Ferradas seinem Team Respekt angesichts der gezeigten Leistung. Immerhin gingen seine Schützlinge in dieser Saison in beiden Begegnungen gegen das Team aus Thüringen über fünf Sätze. Auch wenn sie beide Male am Ende knapp den Kürzeren zogen, stellten die "Volleys" unter Beweis, dass sie mit dem Klassenprimus mithalten können. Am Sonntag reichte es zu zwei starken Sätzen gegen die Thüringer; in den drei anderen Durchgängen waren die Hessen dann freilich chancenlos.

Die "Volleys" boten vor rund 250 Zuschauern eine starke Anfangsphase, in der sie den Spitzenreiter mit Flatteraufschlägen ein ums andere Mal in Verlegenheit brachten und im Block wie Angriff zu überzeugen wussten. Vor allen Dingen "RMV"-Kapitän Tim Wacker legte eine bärenstarke Vorstellung hin und hatte maßgeblichen Anteil am ersten Satzgewinn seines Teams. Doch im zweiten Durchgang schienen die Gäste aus Gotha aufgewacht zu sein und übten mit knallharten Sprungausschlägen nun mächtig Druck auf die Annahme der "Volleys" aus. Schnell führte der Favorit 6:3 und 12:6 und baute seine Führung sogar auf 18:10 aus. In dieser Phase fanden die Hessen überhaupt nicht zu ihrem Spiel und schienen bereits hoffnungslos unterlegen.

Aber die "Volleys" kamen zurück und drehten im dritten Satz den Spieß wieder um. Die Annahme funktionierte wieder, und auch in Block und Angriff lief es jetzt wieder rund für die Rüsselsheimer. Gegen Ende des Satzes bewies der "RMV"-Coach zudem ein glückliches Händchen, als er Thilo von Hagen (Zuspiel) und Außenangreifer Jonathan Scott, der überraschend am Freitag aus den USA zurückgekehrt war, für Sören Schneider und Carlo Wiese brachte. Der US-Amerikaner führte sich mit zwei Punkten zum 22:20 und 23:21 prächtig ein und verhalf seiner Mannschaft zur viel bejubelten 2:1-Satzführung.

Mit der "Guggemusik"-Kapelle "Bembeljeescher" als Einheizer ging es dann in den vierten Satz, in dem sich der Tabellenführer zum Leidwesen der "RMV"-Anhänger erneut zurückmeldete und sich Mitte des Satzes entscheidend absetzen konnte. Vor allem VC-Außenangreifer Marcel Herrmann punktete nun fast nach Belieben, und so musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Die "Volleys" versuchten noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren, aber am Ende triumphierten die Thüringer und feierten mit ihren rund 20 mitgereisten Fans den sechsten Sieg in Folge und den fast schon perfekten Aufstieg.

"RMV"-Trainer Ferradas wollte seinen Schützlingen keinen Vorwurf machen. Die Mannschaft habe über die ganze Saison gesehen eine tolle Entwicklung genommen, und schließlich habe man heute gegen den kommenden Meister verloren, so Ferradas.
Quelle: Main-Spitze
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