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19.04.2010
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Die Volleyballer von Rhein-Main Volley haben bei ihrem Heimspiel am Samstag mit einem 3:1-Sieg über Absteiger SG Schwaig ihr Vorjahresergebnis eingestellt. Wie in der vergangenen Saison belegen die Männer des Zweitligavereins in der Abschlusstabelle den dritten Rang.
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Trainer Luis Ferradas war anschließend zwar wenig mit dem Spiel, "aber mit den letzten acht Monaten hochzufrieden".
Nach getaner Arbeit stehen die Zeichen bei den Hessen auf Aufbruch. Oder besser: auf Rückkehr. Denn die Verantwortlichen von Rhein-Main Volley wollen ihrem Retortenklub-Image den Rücken kehren und sich wieder in den Schoß eines gewachsenen Großvereins begeben. Nicht von ungefähr ist die Wahl auf die TG Rüsselsheim gefallen. "Kräfte bündeln", gibt RMV-Vorstand Thilo von Hagen nun als Parole für die noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen aus, die mit der TG laufen.
"Kräfte bündeln", hieß es auch, als sich der TuS Eintracht Wiesbaden und die TG 1862 Rüsselsheim vor drei Jahren entschlossen, eben jenes Rhein-Main Volley zu gründen, um gemeinsam in der ersten Liga zu bestehen. Als Spitzenreiter stieg Wiesbaden in der Saison 06/07 auf, Rüsselsheim war damals Zweiter. Die erste Saison beendete Rhein-Main Volley auf Platz elf und musste so gleich wieder in die Zweite Bundesliga absteigen. "Das war der richtige Ansatz", verteidigte von Hagen - damals wie heute auch als Spieler aktiv - das Konzept vor drei Jahren.
Genauso vehement befürwortet der Vorstand von RMV nun die Rückkehr zur TG. Dafür spricht einiges: Die Volleyballspieler der TG Rüsselsheim sind in dieser Saison mit nur einer Niederlage souveräner Meister in der Oberliga geworden. Nach einem Durchmarsch aus der Landesliga werden sie im nächsten Jahr in der Regionalliga antreten. Das scheint der perfekte Unterbau für eine Zweitligamannschaft zu sein.
Zudem habe man nun ausreichend lange erlebt, dass sich die Rüsselsheimer Bürger mit dem künstlichen Konstrukt Rhein-Main Volley nicht identifizieren können. In den besten Rüsselsheimer Zeiten wurde ein Zuschauerschnitt von mehr als 1000 realisiert. Bei Rhein-Main Volley waren es immer erheblich weniger.
Auch RMV-Trainer Ferradas kann sich den neuen Weg gut vorstellen. Für ihn wäre es auch eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, war er doch in der Saison 94/95 mit der TG Rüsselsheim knapp am Erstligaaufstieg gescheitert. Doch zunächst einmal muss sich der Argentinier über eine Fortsetzung seiner Trainertätigkeit mit RMV einig werden. "Wir reden noch, aber alles klingt gut", sagt er optimistisch.
Eins steht immerhin fest: Die TG Rüsselsheim kann und wird nur dann das Risiko eines Zweitligabetriebs übernehmen, wenn "wir den Trainer und die Lizenzierung übernehmen können", erklärt Thilo von Hagen. Ob Absteiger TuS Kriftel Spieler an den alten oder den neuen Zweitligaverein verlieren wird, steht nicht fest. "Ein oder zwei, eventuell", glaubt Ferradas. "Es ist auf keinen Fall in unserem Interesse, Kriftel auszubluten", sagt von Hagen. Schlecht ist der Abstieg Kriftels allemal für die jungen Spieler am Frankfurter Volleyball-Internat. Bisher hatten sie zwei Optionen in der Region, wollten sie nach erfolgtem Schulabschluss ihr Glück in der zweiten Liga versuchen. Nun wird es für sie erheblich schwerer, in der Bundesliga Fuß zu fassen.
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Quelle: Frankfurter Rundschau
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