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03.03.2008
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Kaum ist der Druck weg, kommt der Erfolg zurück: Rhein-Main Volley hat die "rote Laterne" in der Bundesliga nach vier Tagen wieder den Hamburg Cowboys in die Hand gedrückt. Durch das verdiente 3:1 (25:22, 26:24, 17:25, 25:22) raubten die desillusionierten, aber keinesfalls demotivierten Hessen den "Nordlichtern" zugleich die letzte Hoffnung, dem Abstieg zu entgehen.
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Dass die Stimmung in der mit 900 Fans gefüllten Sporthalle Wandsbek trotz 150 Liter Freibiers am Boden war, ging freilich über den vom Niederländer Mark Posthuma verwandelten ersten Matchball hinaus. "So wie ich es verstanden habe, wird es den Verein auch in der zweiten Liga nicht mehr geben. Die machen den Laden offenbar dicht, und deshalb war das ziemlich emotional", berichtet "RMV"-Coach Christian Metzger. Keine wirklich große Überraschung, war doch von 250 angeschriebenen Hamburger Unternehmen nicht eines der Einladung zum vorletzten Heimspiel am vergangenen Mittwoch gefolgt. Mitte Januar hatten der Abteilungschef des Ursprungsvereins Oststeinbeker SV, Jan Schneider, sowie Manager Rüdiger Barth bereits erklärt, nach fünf Jahren am Saisonende abzudanken. Auf derlei Auflösungserscheinungen deutet am Untermain aktuell wenig hin. Okay, Coach Metzger wird nicht länger von Sindelfingen anreisen und Profis wie Posthuma oder Jason Octave sind in der zweiten Liga deplatziert. Dass sich die um vier Kadermitglieder dezimierte Mannschaft an der Elbe nicht hängen ließ und den dritten Auswärts-, respektive vierten Saisonsieg einfuhr, verdient Respekt. Und macht Hoffnung, dass trotz des sportlichen Scheiterns und der erschreckend geringen Zuschauerresonanz der Sprung zurück angegangen wird. "Entscheidend wird sein, wie der neue Trainer heißt und ob aus den Fehlern gelernt wird", so die Einschätzung des früheren Nationalspielers Metzger. Ihre Lehren hatten die acht "Aufrechten" von Rhein-Main Volley aus der ersten Begegnung mit den bis dato punktgleichen Cowboys zweifellos gezogen. "Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Wir hatten die deutlich sicherere Annahme und haben viel besser aufgeschlagen. Und die Hamburger haben übermotiviert gewirkt, während wir recht locker waren", so Metzgers Zusammenfassung des 87-minütigen Schlagabtauschs. Von Beginn an lief es gut bei den Gästen, während den Mitte Dezember in der Köbel-Halle erstmals siegreich gebliebenen Hanseaten (3:1) ohne ihren Ex- Nationalspieler Sven Glinker (Knorpelschaden im Knie) wenig gelingen wollte. Mit Duncan Budinger hatte "RMV" rasch die Schwachstelle in der Annahme ausgemacht, und auch der im ersten Satz für den US-Amerikaner eingewechselte "Kuhjunge" kam mit dem hessischen Service nicht zurecht. Famose Blockaktionen - speziell von Kapitän Andreas Kolle - in der Endphase der ersten beiden Sätze brachten die Gäste 2:0 nach vorn. Dass die Hausherren den dritten Durchgang deutlich für sich entschieden, maß Metzger keine Bedeutung bei: "Ich habe nie gezweifelt." Angeführt vom herausragenden Zuspieler Sören Schneider lagen die Volleys im vierten Abschnitt stets in Front und bewahrten auch beim 18:19-Anschluss kühlen Kopf. Obwohl der Abstieg besiegelt war, sei der Erfolg lauthals bejubelt worden. "Das war ganz wichtig für die Jungs und noch mal eine Bestätigung, dass unsere beiden Siege zu Jahresbeginn kein Zufall waren. Und wir haben noch mal gezeigt, dass wir nicht zu Unrecht in der ersten Liga waren", sagt Metzger. Nahe liegend, dass beim vorerst letzten erstklassigen Auftritt am 15. März daheim gegen Bayer Wuppertal daran angeknüpft werden soll.
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Quelle: Main-Spitze
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