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18.03.2008
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Ein schwerer Saisonauftakt nach nur kurzer Vorbereitung, dann die Verletzung von Zuspieler Michal Peciakowski, die Hoffnung zum Jahresbeginn mit zwei Siegen und am Ende der bittere Abstieg bei lediglich vier gewonnenen Spielen.
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Rhein-Main Volley hat sein Ziel verfehlt. In der Bundesliga konnte sich das Team im Jahr eins nach der Fusion von Eintracht Wiesbaden und TG Rüsselsheim nicht halten. Doch das Projekt ist keineswegs gestorben. Nun gilt es in der Zweiten Bundesliga Süd einen neuen Anlauf auf die Erste Liga zu nehmen. Erste Gespräche mit den Spielern haben die Verantwortlichen bereits geführt, erklärt Thilo von Hagen. Der kommissarische Vorsitzende von Rhein-Main Volley wünscht sich, dass ein Großteil dem Verein treu bleibt.
Die beiden ausländischen Akteure, Jason Octave und Mark Posthuma, seien zwar aus finanziellen Gründen wohl nur schwer zu halten, aber bei den anderen hofft er, dass sie weiter verpflichtet werden können. Auch Johann Löwen, einer der Stärksten in dieser Saison. „Er will sein Studium vorantreiben, und er hat einen Zwei-Jahres-Vertrag bei uns unterschrieben.“ Also dürfte Löwen bleiben.
Zuspieler Sören Schneider hat sich zwar auf die Transferliste setzen lassen. Doch auch bei dem Zwanzigjährigen sieht der Vereinschef Chancen für ein künftiges Engagement. Mit ihm, Löwen und Kapitän Andreas Kolle bestünde das Team schon mal aus „drei Pfeilern“, hofft von Hagen. Auch Mittelblocker Ralph Nothhaft wäre ein wichtiger Mann. Und dann sind da noch Christian Günther, Tim Wacker, Thomas Weigel und Peter Wellbrock. „Ziel ist, dass die Mannschaft im Kern zusammen bleibt“, findet auch Manager Jan Wüntscher, „es macht ja keinen Sinn, jedes Jahr ein neues Team auf die Beine zu stellen.“ Allerdings hätten die Spieler Forderungen genannt, vor allem was den Trainer und das Umfeld angeht. „Und da haben sie auch Recht. Da muss jetzt was passieren“, meint von Hagen, dessen vordergründige Aufgabe nun zusammen mit seinen Vorstandskollegen Jan Wüntscher und Jürgen Meister in der Verbesserung der Strukturen liegt. Natürlich sei auch die Suche nach einem Nachfolger für Trainer Christian Metzger wichtig.
„Erst mal muss ein richtiger Vorstand von mindestens drei Leuten her“, umreißt von Hagen seine Vorstellungen, „und dann brauchen wir noch mindestens fünf Leute für die Organisation. Denn es kann nicht sein, dass wie in dieser Saison alles nur an zwei, drei Leuten hängen bleibt.“ Mehr Professionalität ist gefragt.
Die Öffentlichkeitsarbeit und die Werbung sind zu verbessern, eine moderne medizinische Abteilung soll stehen. Die Sponsorengelder müssen gesichert sein. Dann findet sich auch ein guter Trainer. Und dann können die Spieler gehalten und neue angelockt werden.
Vor allem die Außenwirkung ist von Bedeutung, zumal Rhein-Main Volley die Publikumsresonanz verbessern will. „Wir haben immer noch nicht genau eruieren können, woran es liegt, dass die Zuschauerzahlen deutlich unter denen der vorherigen Erstliga-Saison der TG Rüsselsheim lagen“, wirkt von Hagen angesichts des mäßigen Schnitts bei Heimspielen ratlos. Zuletzt kamen kaum mehr als 300 Besucher. „Die einen sagen, der Name Rhein-Main Volley ist noch nicht richtig in der Region angekommen Die anderen sagen, es seien zu viele neue Spieler dazu gekommen. Und wieder andere meinen, die Werbung sei nicht gut genug gewesen. Wahrscheinlich trifft von allem etwas zu.“
An den sportlichen Leistungen kann es aber nicht gelegen haben, dass das Interesse nicht so groß war wie erhofft. Mit vier Siegen lag Rhein-Main Volley deutlich über der Bilanz der TG Rüsselsheim, die vor zwei Jahren mit nur zwei Punkten als Tabellenletzter abgestiegen ist.
Thilo von Hagen kann seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Mit seinem Trainerkollegen Christian Metzger „habe ich so ein Verletzungspech wie bei uns in dieser Saison noch nie erlebt. Vor allem der Ausfall von Zuspieler Michal Peciakowski wegen eines Achillessehnenrisses hat uns mitten in der Hinrunde sehr getroffen. Er war der Leader auf dem Feld. So einen Ausfall hätte in der Ersten Liga nur Friedrichshafen kompensieren können. Aber für einen Aufsteiger war das hart. Da kann ich nur den Hut vor der Mannschaft ziehen, wie sie das bewältigt hat. Auch wenn wir mehr Sätze hätten gewinnen müssen und uns ein, zwei Siege zum Klassenerhalt gefehlt haben, war es keine schlechte Saison.“
Mittelblocker Andreas Kolle ließ am Samstag durchblicken, dass seinVerbleib bei Rhein-Main Volley von einer frühzeitigen Verpflichtung eines neuen, guten Trainers abhängen könnte. Eine so späte Personalplanung wie in der gerade abgelaufenen Saison kann sich der Verein ohnehin nicht mehr leisten.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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