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Wilmas wilde Worte

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Zentimeter am Jubel vorbei

13.10.2008
"Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wie sie sich wieder ins Spiel zurückgekämpft hat, das war schon toll." Trotz der 2:3 (14:25, 31:33, 25:23, 26:24, 14:16)-Niederlage von Rhein-Main Volley im Derby beim TuS Kriftel in der Zweiten Volleyball-Bundesliga, Gruppe Süd, fand "RMV"-Trainer Thilo von Hagen überwiegend lobende Worte für seine aufopferungsvoll kämpfenden Jungs.
Nach mehr als zwei Stunden reiner Spielzeit und einem vergebenen Matchball mussten sich die "Volleys" den weiterhin unbesiegten Gastgebern geschlagen geben, nachdem sie bereits mit 0:2-Sätzen in Rückstand gelegen hatten.

Wie schon vor Wochenfrist verschliefen die Gäste auch diesmal den ersten Satz total. Nach fünf Minuten lag Rhein-Main Volley 3:9 hoffnungslos im Hintertreffen, später hieß es sogar 19:6 für die Krifteler, ohne dabei glänzen zu müssen. "Das war indiskutabel", fand von Hagen deutliche Worte. Bei seinem Team klappte schlichtweg gar nichts; kein Block, keine vernünftige Annahme, nichts. Auch im zweiten Satz lag von Hagens Mannschaft schnell mit vier Punkten in Rückstand, kämpfte sich aber wieder heran und bescherte den 200 Zuschauern in der Sporthalle der Weingartenschule danach Dramatik pur. Erst nach zahlreichen Satzbällen und fast ebenso vielen Angabefehlern auf beiden Seiten hatten die Gastgeber 33:31 das bessere Ende für sich.

Zu allem Überfluss schied beim Erstligaabsteiger noch Peter Wellbrock wegen starker Knieschmerzen aus. Dessen Einsatz als Libero, um so mit Carlo Wiese noch eine Option auf der Außenposition zu haben, hatte sich nicht gelohnt. "Das hat uns eher noch geschadet", so von Hagen, der Wellbrock trotz Knie- und Schulterproblemen aufgestellt hatte. Da Thomas Weigel, der sich im Vorfeld der Partie aus persönlichen Gründen auf unbestimmte Zeit aus dem Kader verabschiedet hatte, nicht mit nach Kriftel gekommen war, konnte von Hagen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wechseln.

Doch in dieser prekären Lage zeigten seine Spieler Moral, rauften sich zusammen und gewannen dank einer großen Leistungssteigerung den dritten sowie vierten Satz und hatten im fünften Durchgang sogar Matchball. Die Gäste hatten die Arme schon jubelnd in die Höhe gestreckt, doch der Schmetterball von Johann Löwen landete wenige Zentimeter im Aus. So war es schließlich Anton Borger, einer von nicht weniger als acht früheren Rüsselsheimern im TuS-Team, der mit einem Ass seine gute Leistung krönte und die Krifteler jubeln ließ.
Quelle: Main-Spitze
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