|
13.01.2012
|
|
Der Tabellenzweite aus dem Breisgau hat am vergangenen Wochenende einen Auftakt nach Maß geschafft. Im Verfolgerduell bezwang er auswärts den GSVE Delitzsch mit 3:2 – nach einer 2:0-Satzführung mit 15:11 im Tiebreak. Da Spitzenreiter VC Dresden mit 0:3 überraschend klar zu Hause gegen die viertplatzierten L.E. Volleys aus Leipzig unterlag, ist die Freie Turnerschaft bis auf zwei Punkte an ihn herangerückt.
|
„Freiburg ist momentan in unglaublich guter Verfassung”, hat Rüsselsheims Trainer Luis Ferradas großen Respekt vor dem Titelanwärter, der sich seit Jahren im oberen Drittel der Zweiten Bundesliga Süd etabliert hat. „In den letzten zwei Monaten zeigte Freiburg sehr gute Leistungen.“ Da die Gastgeber zudem Heimvorteil genießen, komme auf seine Mannschaft als Tabellensiebter bei nur zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone eine große Herausforderung zu, ist Ferradas klar. „Aber wir sind ebenfalls in einer guten Phase. Wir trainieren hart. Ich erwarte ein gutes Match, in dem wir uns so gut wie möglich verkaufen müssen”, sieht der TG-Coach sein junges Team nicht chancenlos.
Dass gegen die Breisgauer etwas drin ist, hat sich schließlich schon zum Saisonauftakt gezeigt, als in der heimischen Walter-Köbel-Halle nicht viel zum Sieg über Freiburg gefehlt hatte. Nach einem 0:2-Satzrückstand waren die Rüsselsheimer dank einer starken Leistung ihres damals aushelfenden Zuspielers Thilo von Hagen noch in den Tiebreak gekommen, den sie jedoch mit 5:15 klar verloren. Angesichts der Tatsache, dass das TG-Team gerade neuformiert war und kaum vorher zusammengespielt hatte, war es ein erstaunlich guter Auftritt zum Rundenbeginn.
Am Samstag fehlt allerdings erneut Stamm-Mittelblocker Jakub Strzelczyk, der nach einer Meniskusoperation nun doch länger, wahrscheinlich noch drei Wochen, pausieren muss. Allerdings hat seine Mannschaft auch ohne ihn am zurückliegenden Wochenende bei ihrer hart umkämpften 1:3-Niederlage in Mendig eine gute Leistung erreicht und nur knapp den fünften Satz verpasst. „Kompliment an die Mannschaft”, sagte Ferradas zu dem jüngsten Auftritt.
Nun gilt es, auch bei den homogenen, kampfstarken und routinierten Freiburgern aggressiv und fordernd dagegenzuhalten. Ferradas gibt als Marschrichtung vor: „Wir müssen vor allem mutig spielen.”
|
Rüsselsheimer Echo
|