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Wilmas wilde Worte

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„Wir haben uns nicht gut verkauft“

19.10.2009
Der Auftakt zu einer Serie von drei Siegen gegen drei direkte Konkurrenten hatte es werden sollen. Doch beim ASV Dachau kam Volleyball-Zweitligist Rhein-Main Volley am Samstag mit 0:3 (24:26, 20:25, 14:25) schwer unter die Räder. Nach nur 73 Minuten war alles vorbei.

Der ersten Saisonniederlage am Wochenende zuvor im Spitzenspiel zu Hause gegen die L.E. Volleys aus Leipzig folgte nun auswärts die zweite – wieder ohne Satzgewinn. Der Zwei-Punkte-Rückstand zur Spitze hat sich trotzdem nicht vergrößert, da die L.E. Volleys aus Leipzig gegen Kriftel mit 1:3 verloren haben.

Luis Ferradas war die Enttäuschung deutlich anzumerken. Enttäuschung über „die Art und Weise, wie wir gespielt haben“. Enttäuschung über die Einstellung, wie sich seine Mannschaft präsentiert hat. „Wir haben uns heute nicht gut verkauft“, monierte der Trainer, „das war keine gute Arbeit“.

Gerade im mentalen Bereich zeigten sich die Spieler nicht auf der Höhe. „Wir waren sehr beschäftigt mit uns selbst“, meinte Ferradas und konnte seinem Team „keinen guten Tag“ bescheinigen. Noch direkt nach Spielende kündigte er mögliche Konsequenzen an: „Wir müssen ein paar Sachen schnell korrigieren und eine Lösung finden für diese Situation.“

Dass Zuspieler Johannes Gruppe erkrankt gefehlt hat, Mittelblocker Jakub Strzelczyk und Außenangreifer Jan Dörmer erst kurz vorher von berufsbedingten Reisen zurückgekehrt sind und die Woche über nicht trainieren konnten, dass Rhein-Main Volley nur zu acht angereist war: Alles andere als optimale Bedingungen. Als Entschuldigung oder Erklärung mochte Ferradas dies aber nicht gelten lassen.

Die hochmotiviert auftretenden Dachauer haben es den Gästen vorgemacht, haben jene Einstellung gezeigt, die dem Rhein-Main-Team fehlte und waren ab dem zweiten Satz nicht vom Siegeskurs abzubringen. Wie gegen Leipzig hatte es zwar für die Hessen im ersten Durchgang noch gut ausgesehen. Zeitweise sogar mit fünf Punkten führend, schienen sie einem Satzgewinn nahe. Durch eigene Fehler schmolz der Vorsprung jedoch dahin. Am Ende hieß es 24:26.

„Da haben wir die emotionale Kontrolle über das Spiel verloren und dann nicht mehr die richtige Lösung gefunden“, bedauerte Ferradas. Dachau agierte vor circa 150 Zuschauern im zweiten und dritten Satz souverän, glänzte immer wieder in der Abwehr. Rhein-Main Volley holte dagegen kaum noch Bälle heraus und erlitt besonders im dritten Abschnitt mit 14:25 Schiffbruch.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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