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10.09.2009
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Am Wochenende wird in der zweiten Liga wieder gebaggert und gepritscht. Die Volleyballspieler aus der Rhein-Main-Region kehren in der Gruppe Süd mit Heimspielen ans Netz zurück. Rhein-Main Volley gestaltet seine Premiere am Sonntag (16 Uhr, Walter-Köbel-Halle Rüsselsheim) mit einem Heimspiel gegen VC Eintracht Mendig.
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Sowohl Rhein-Main Volley als auch TuS Kriftel können für sich verbuchen, in der vergangenen Spielzeit überaus erfolgreich gespielt zu haben. Wollte jemand jedoch eine Wette abschließen, wer von den beiden hessischen Zweitligisten am Ende die Nase weiter vorne hat, dann fiele die Wahl vermutlich auf Rhein-Main Volley.
Der Kader, der im vergangenen Jahr den dritten Platz erreichte, blieb fast komplett zusammen und erscheint eher noch verstärkt. Zudem hat Rhein-Main Volley durch die Verpflichtung des argentinischen Spitzencoaches Luis Ferradas den avisierten Paukenschlag tatsächlich wahr gemacht. "Das Rhein-Main-Gebiet hat ein enormes Potenzial für Männervolleyball". sagt Ferradas. "Nicht den kurzfristigen Erfolg zu suchen, sondern mit talentierten Spielern zu arbeiten und sie zu Spitzenleistungen zu führen, darin sehe ich meine Aufgabe." Kurzfristig bedeutet auch, dass der Trainer keine Prognosen bezüglich einer möglichen Rückkehr in die erste Liga abgibt, aus der das Rüsselsheimer Team vorletzte Saison abgestiegen ist. Für die beste Rückrundenmannschaft der abgelaufenen Saison ist allerdings nach oben vieles möglich.
Seit dem Trainingsauftakt am 10. August darf der 144-malige Nationalspieler Argentiniens mit einem zehnköpfigen Kader um Mannschaftskapitän Tim Wacker arbeiten. Veränderungen gab es nur im Zuspiel. Der Engländer Sam Bragg wurde ersetzt durch Rückkehrer Sören Schneider, der diese Position schon vor zwei Jahren in der ersten Liga ausfüllte und zuletzt beim Bundesliga-Absteiger Hildesheim die Stellerposition bekleidete. Ein alter Bekannter, und Wunschspieler von Ferradas, ist zudem Andreas Kolle. Der Mittelblocker kehrt nach einem Jahr in Kriftel zu Rhein-Main Volley zurück.
Kolle ist nur einer von sieben Spielern, der im Sommer die TuS Kriftel verlassen hat. Ein altbekanntes Problem dort. "Wir haben in den vergangenen Jahren immer mindestens fünf Spieler dazu geholt," sagt Trainer Klaus Herrmann, den der erneute Umbruch seiner Mannschaft nicht schockt. Allerdings haben sich die Verantwortlichen in Kriftel entschlossen, "mehr junge Spieler aus dem eigenen Verein ins Männerteam zu holen, die dann hoffentlich auch länger bleiben", so der Trainer.
Aus der eigenen Jugend stoßen die Talente Felix Blume, Markus Floren und Fabian Däke zum Team. Ebenfalls aus der Krifteler Jugend kommen die Rückkehrer Boris Kellersmann (zuletzt Neuseeland) und Paul Borger (Darmstadt). "Wir müssen aber nicht alle Jungs sofort ins kalte Wasser werfen", macht Hermann klar, dass er noch auf sechs erfahrene Spieler der Vorsaison zurückgreifen kann. Geblieben sind Anton Borger, Tim Schön, Ralph Nothhaft, Christian Hesse, Frederik Lückerath und Christoph Horstschräer. Zur Zielsetzung sagt Herrmann: "Wenn wir Platz fünf erreichen, haben wir schon einen großen Schritt gemacht."
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Quelle: Frankfurter Rundschau
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