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07.11.2007
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Berlin, wird gerne behauptet, sei immer eine Reise wert. Ob das die Mannschaft von Rhein-Main Volley auch so empfindet, bleibt abzuwarten, gleichwohl die Gäste bescheidene Ansprüche haben.
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Alles andere als eine deutliche Niederlage beim Vorjahresdritten und Europapokal-Starter SCC, würde die Dienstreise in die Hauptstadt aus hessischer Sicht bereits lohnenswert machen. An dieser Einschätzung hat auch der historische erste Bundesligasieg in der Walter-Köbel-Halle nichts geändert. "Natürlich ist das jetzt ´ne schönere Voraussetzung", sagt Christian Metzger, "aber spätestens seit Montag dürfte klar sein, wie eng es in dieser Saison zugehen wird." 48 Stunden nach dem eindrucksvollen 3:0-Coup von "RMV" gegen einen allerdings stark abbauenden VC Leipzig ließ Mitaufsteiger VC Bad Dürrenberg-Spergau mit einem nicht minder deutlichen Erfolg über SG Eltmann aufhorchen. "Ich gehe mittlerweile davon aus, dass man sechs bis sieben Siege braucht, um sicher zu sein", so der "RMV"-Coach.
Dass Metzger eher daran denkt, sich dieser Erfolgsbilanz am bevorstehenden Samstag im Heimspiel gegen Netzhoppers Königs Wusterhausen zu nähern, ist verständlich. "In Berlin dürften wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Was nicht heißt, dass ich keine Möglichkeiten sähe, die zu ärgern. Wir werden uns wieder zwei, drei Leute rauspicken und taktisch aufschlagen", sagt Metzger. Nach vier makellosen, sprich Zu-Null-Siegen, war dem dreifachen Titelträger SCC am vergangenen Wochenende bei "Vizemeister" Düren nicht einmal ein Satzgewinn vergönnt. Dass dies mit dem Fehlen des serbischen Nationalspielers Milan Vasic (Bänderriss) zusammenhängt, glaubt Metzger nicht: "Die haben so starke Mittelblocker, die auf der Diagonalposition ebenfalls gut zurecht kommen."
Warum die mit fünf deutschen und vier internationalen Auswahlspielern gespickten Berliner traditionell zu Hause eher in der Lage sind, den Topteams alles abzuverlangen, sieht der angehende Lehrer in der Spielstätte in Charlottenburg begründet: "Der Parkettboden ist nicht das Problem, aber das ist schon eine komische Halle, wobei die Abmessungen ähnlich wie bei uns sind. Vor allem die Zuspieler haben da oft Schwierigkeiten."
Trotzdem freut sich Metzger sehr auf die Partie, was weniger damit zu tun hat, dass er im Gegensatz zur Mannschaft, die heute um 9 Uhr mit zwei Kleinbussen startet, aus Stuttgart per Flugzeug einschwebt. "Mit Frank Bachmann habe ich in Fellbach fünf Jahre zusammengespielt, und Jaroslav Skach ist ein guter Kumpel von mir." Obwohl er am Montag mit dem tschechischen SCC-Zuspieler telefoniert hat, ruht die Freundschaft heute ab 19 Uhr auf unbestimmte Zeit. Sollte dieser Zustand zwei Stunden anhalten, wäre Metzger das bestimmt nicht unangenehm...
Pokalduell bei TuS Kriftel
Inzwischen steht fest, mit wem es Rhein-Main Volley im Achtelfinale des DVV-Pokalwettbewerbs zu tun bekommt. Am 18. November geht´s ab 18 Uhr gegen TuS Kriftel. Der Tabellenzweite der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, gewann das entscheidende Qualifikationsspiel beim SV Schwaig 3:0 (25:20, 25:22, 25:16). "Das wird kein einfaches Spiel für uns, denn für die unterklassigen Teams ist das immer eine besondere Herausforderung. Aber wir wollen die nächste Runde erreichen, schon allein, um Spielpraxis zu sammeln", sagt der "RMV"-Übungsleiter. Dem Aufeinandertreffen in der Krifteler Kreissporthalle wird ein neues TuS-Trio buchstäblich entgegenfiebern: Anton Borger, Christian Hesse und Frank Bachmann trugen in der abgelaufenen Saison noch das Trikot der TG Rüsselsheim. "Es wäre komisch, wenn die Drei nicht besonders motiviert wären", sagt Metzger.
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Quelle: Main-Spitze
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