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Wilmas wilde Worte

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Wende durch Thilo von Hagen

17.11.2008
Nur gut, dass es zum Schluss meistens ein Happyend gibt. Denn darauf ist bei den Heimspielen von Rhein-Main Volley derzeit Verlass. Auch wenn die Gastgeber hinten liegen, am Ende gehen sie als Sieger vom Feld. So geschehen auch gegen den SV Schwaig. Anders als bei den Heimsiegen über die Titelkonkurrenten Freiburg und Bühl, als der Erstliga-Absteiger mit 1:2 Sätzen im Hintertreffen war, hatte er diesmal sogar einen 0:2-Satzrückstand aufzuholen.

Doch die Köbel-Halle in Rüsselsheim scheint dem Rhein-Main-Team Glück zu bringen. Mit 3:2 (23:25, 25:27, 25:21, 25:21, 15:12) behielt es am Ende noch die Oberhand und kletterte damit hinter Spitzenreiter Bühl auf den zweiten Tabellenplatz, da es an diesem Wochenende keine weitere Begegnung in der Zweiten Bundesliga gab.

Vor über 200 Zuschauern mussten die Gastgeber in den ersten beiden Sätzen allerdings große Sorge haben, nicht mit 0:3 als klarer Verlierer das Feld zu verlassen. „Da hatten wir nicht die nötige Aggressivität“, ärgerte sich Spielertrainer Thilo von Hagen.

„Da war es zu still auf dem Feld“, bedauerte Außenangreifer Johann Löwen, der mit mehreren Spielern von Schwaig in der vorvergangenen Saison noch in Eltmann in der Ersten Liga ans Netz ging. So konnten die Gäste aus dem Nürnberger Raum, die stärker aufspielten als erwartet, trotz des Ausfalls ihres Stammmittelblockers Breuer die Schlussphasen der ersten beiden Durchgänge für sich entscheiden.

Im zweiten Satz lag Rhein-Main Volley zwar schon mit 23:20 vorn. „Da hätten wir gewinnen müssen“, fand von Hagen. Doch nach dem 23:23-Ausgleich vergab Zuspieler Sam Bragg im Angriff einen „Elfmeter“. Trotz erneutem Gleichstand konnten die Gastgeber dann einen Satzball nicht nutzen und verloren mit 25:27.

Nun musste etwas geschehen. Thilo von Hagen entschloss sich nach Rücksprache mit Kapitän Tim Wacker zu einem Wechsel. Er selbst kam nun für Sam Bragg aufs Feld und warf seine ganze Erst- und Zweitliga-Erfahrung in die Waagschale. Mit Erfolg.

Nach Anlaufschwierigkeiten fand das Rhein-Main-Team immer besser ins Spiel. „Irgendwann haben wir das Kämpfen entdeckt“, freute sich Johann Löwen. „Die Mannschaft hat noch an sich geglaubt“, so von Hagen.

Ab Mitte des dritten Durchgangs setzte sich sein Team auf zwei, drei Punkte ab. Das Gleiche gelang im vierten Abschnitt, den die Gastgeber gleichfalls mit 25:21 nach Hause holten. Im Tiebreak gerieten sie jedoch mit 4:8 bedrohlich in Rückstand. Dank starker Block- und Abwehraktionen rissen sie das Ruder aber noch herum. Thilo von Hagen trug mit einem Ass zur Wende bei.

Bald schon hieß es 10:9. Über 12:10 ging es auf 14:10 rauf, ehe nach zwei Punkten von Schwaig mit 15:12 der umjubelte Sieg gelang. Der vierte Sieg im vierten Heimspiel führte die Volleyballer auf den zweiten Tabellenplatz.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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