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28.04.2011
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Es war ganz knapp: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und konnten in dem engen Zeitrahmen, den wir uns gesetzt hatten, bei Weitem nicht alle damit verbundenen Risiken auflösen“, erklärt Klaus Jürgen Weber, Vorsitzender des Trägervereins und in der zurückliegenden Saison auch Trainer der Volleyball-Bundesligamannschaft der TG 1862 Rüsselsheim.
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Dennoch haben sich die Verantwortlichen entschlossen, zum Stichtag 2. Mai die Lizenzunterlagen für die kommende Saison in der 2. Bundesliga einzureichen. Ausschlaggebend war nicht zuletzt die breite Resonanz auf das drohende Aus für das einzige verbliebene Männer-Bundesligateam aus Hessen. „Die positiven Rückmeldungen von Volleyballfans aus der Region haben uns ebenso wie die Anteilnahme von politischer Seite bestärkt, es weiter zu versuchen“, so Hardy Heiringhoff, Abteilungsleiter der TG-Volleyballer. Wichtig sei nun allerdings, dass alle diejenigen, die ihre Bereitschaft zur Unterstützung erklärt hätten, dies in den kommenden Monaten auch in die Tat umsetzten. Noch fehlt nämlich weiterhin eine ordentliche Summe, um den angestrebten Minimaletat abdecken zu können. In erster Linie durch vorzeitige Zusagen bisheriger Sponsorpartner konnte die vorhandene Lücke aber zumindest deutlich reduziert werden. „Das ist ein großer Vertrauensbeweis. Den Rest sollten wir in den kommenden Monaten mit vereinten Kräften auch noch hinbekommen“, findet Klaus Jürgen Weber. Gerade die letzten Saisonspiele gegen Meister VC Mendig und die Spitzenmannschaft des GSVE Delitzsch hätten gezeigt, welche sportlichen und emotionalen Höchstleistungen in der Walter-Köbel-Halle möglich seien. „Das war beste Werbung für unseren Sport, die hoffentlich auch den einen oder anderen aus der Geschäftswelt überzeugt“, wünscht sich Weber. Schließlich sei es das gemeinsames Interesse, den Standort Rüsselsheim überregional gut darzustellen. „Seit über 30 Jahren ist die TG 1862 Rüsselsheim eine feste Größe im deutschen Volleyball, und hat mit dem Länderspiel Deutschland gegen Brasilien vor 2.300 Zuschauern gerade erst das große Potenzial vor Ort aufgezeigt. Das wäre ein echter Verlust gewesen“, meint auch Thilo von Hagen, langjähriger TG-Zuspieler und Pressesprecher des Deutschen Volleyball-Verbands. Aktiv eingebracht in die Gespräche um den Erhalt der Bundesligamannschaft hat sich auch der Hauptvorstand des mit 3.500 Mitgliedern größten Rüsselsheimer Sportvereins. „Der Rückhalt den wir dort erfahren haben, hat uns ermutigt und gezeigt, dass die Entscheidung, zu unserem Stammverein zurückzukehren, vor einem Jahr richtig war“, hebt Klaus Jürgen Weber hervor. „Die Volleyballer sind eines der sportlichen Aushängeschilder unseres Vereins und der Stadt Rüsselsheim“, betont TG-Präsident Dietmar Scheer, „darauf hätten wir nur sehr ungern verzichtet und freuen uns, dass es nun weitergeht.“ In den kommenden Wochen wollen Weber & Co. nun die Gespräche in Sachen Trainer und Mannschaft für die neue Saison vorantreiben – angesichts der begrenzten finanziellen Mittel keine leichte Aufgabe. „Es ist ohnehin erstaunlich und eine tolle Leistung der Spieler, dass wir in den zurückliegenden Jahren immer so weit oben in der Liga mitmischen konnten“, findet der Trägervereinsvorsitzende. Da man Verstärkungen kaum mit Geld, sondern dank guter Beziehungen allenfalls mit Unterstützung bei der Job- und Ausbildungssuche locken könne, will die TG weiter vor allem auf Talente aus der Region setzen: „Wir würden uns freuen, wenn sich einige ambitionierte junge Leute, die sportlich noch etwas erreichen wollen, für uns entscheiden.“ Gleichzeitig sei es, so Weber, gerade in der aktuellen Situation wichtig, dass auch die erfahrenen Stützen im Team im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterhin bereit stünden: „Einen ganz großen Umbruch würden wir jetzt nur schwer verkraften.“ Die Vorstandsverantwortlichen haben mit ihrem Beschluss zur Fortsetzung des Bundesligaengagements vorgelegt, die eigentliche Arbeit geht für alle Beteiligten jetzt erst richtig los.
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