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26.11.2010
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David gegen Goliath heißt es an diesem Sonntag ab 16 Uhr, wenn Außenseiter TG Rüsselsheim mit Erstligist evivo Düren in der Walter-Köbel-Halle ans 2,42 Meter hohe Volleyballnetz geht. Zum siebten Mal hat sich der heimische Zweitligist für das Achtelfinale des DVV-Pokalwettbewerbs qualifiziert und zum fünften Mal den Weg durch ein extrem kleines Nadelöhr gefunden. Denn nur vier Nicht-Erstligisten schaffen es ins 16er-Feld, was aufgrund der krassen Leistungsunterschiede allerdings Sinn macht.
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Keine Frage, dass die Dürener um Nationalspieler Christian Dünnes, bereits beim Länderspiel gegen Brasilien im September zu Gast in der Köbel-Halle, die eindeutigen Favoriten sind. „Ein Satzgewinn wäre schon eine Sensation“, sagt TG-Trainer Klaus-Jürgen Weber, nicht zuletzt aufgrund der angespannten Personalsituation der Turngemeinde. Denn unter Umständen muss Weber auf Kapitän Tim Wacker (Oberschenkelzerrung) und Annahmespieler Christian Hesse verzichten, der ebenfalls an einer Muskelzerrung laboriert. Dafür stehen möglicherweise Peter Wellbrock und „Oldie“ Jens Blöcher der Mannschaft von „Claude“ Weber zur Verfügung. Für einen Einsatz der bundesligaerfahrenen Akteure wie Christian Günther, Steffen Jungbluth und Andreas Baboulidis aus der zweiten TG-Mannschaft sieht der Coach dagegen eher schwarz. „Das Interesse ist nicht so groß, wie man vielleicht denken mag“, so Weber.
Dies vielleicht auch deshalb, weil die beiden erstklassigen Heimpartien jeweils mit 3:0-Sätzen an die Dürener gegangen waren. 2006 zog die Turngemeinde vor stattlichen 800 Zuschauern nach 73 Minuten 21:25, 21:27 und 24:26 den Kürzeren. Zwei Jahre später leistete das Team als Rhein-Main Volley vor 250 Zuschauern immerhin schon 80 Minuten Gegenwehr (22:25, 25:27, 22:25). „Wir wollen versuchen, so gut und so lange wie möglich dagegen zu halten“, gibt der TG-Coach als Devise aus. Ein knappes 2:3, wie anno 1996 im Pokal-Achtelfinale gegen TV Düren, scheint diesmal allerdings reines Wunschdenken zu sein. Im Anschluss an die Partie werden die frühere Rüsselsheimer Nationalspielerin Gaby Ockel und Stadtverordnetenvorsteherin Renate Meixner-Römer das Viertelfinale auslosen.
Hält die Erfolgsserie in Liga zwei gegen Kempfenhausen?
Das „Vorspiel“ zum Pokal-Kracher besorgt die Turngemeinde selbst. Am Vorabend treten die Rüsselsheimer in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, gegen VCO Kempfenhausen an (19.30 Uhr/Köbel-Halle). Nach dem knappen 3:2-Erfolg am vergangenen Wochenende bei „Schlusslicht“ TV Rottenburg II würden die Opelstädter ihre gute Serie mit fünf Siegen aus den letzten sechs Ligaspielen gerne fortsetzen. Obwohl die Internatsmannschaft vom Starnberger See zuletzt mit einem glatten 3:0-Erfolg über Aufsteiger TV Waldgirmes aufhorchen ließ, sieht Weber („Für mich ist das die wichtigere Partie des Wochenendes“) seine Schützlinge in der Favoritenrolle. Unterstützt wird die Turngemeinde wieder von Mittelblocker Jakub Strzelczyk.
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Quelle: Main-Spitze
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