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29.02.2008
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Der Abstieg ist besiegelt, das Bemühen um einen löblichen Abgang aber keinesfalls dahin: Rhein-Main Volley tritt bereits heute die Fahrt zum vorerst letzten erstklassigen Auswärtsspiel an. Am Samstag (20 Uhr) wartet der Tabellenvorletzte Hamburg Cowboys auf die gebeutelten Hessen.
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Während am Untermain die letzten theoretischen Hoffnungen auf ein Happyend durch das 0:3 gegen Generali Haching versanken, haben sie an der Elbe urplötzlich wieder ein ganz klein wenig Land in Sicht. Dank des 3:1-Erfolges über die Netzhoppers Königs Wusterhausen können sich die Hanseaten bei einer Verkettung glücklicher Umstände an den abschließenden beiden Bundesliga-Spieltagen noch aus dem Abstiegssumpf befreien. Dies freilich nur, wenn "RMV" mitspielt. Zunächst als wenig wehrhafter Gast in der Sporthalle Wandsbek, und dann am 15. März in der Köbel-Halle als (deutlicher) Wuppertal-Bezwinger. Vier Punkte und elf Sätze liegen die Cowboys aktuell hinter dem Bayer-Team zurück, das noch eine Partie nachzuholen hat. Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen.
Dennoch würden Spieler, Betreuer, Funktionäre und Fans von Rhein-Main Volley bestimmt einiges dafür geben, vor der Fahrt zu den punktgleichen Hamburgern noch solche Rechenspiele anstellen zu können. Dass die Hessen nicht Tabellenletzter bleiben und deshalb Revanche für die 1:3-Pleite gegen die Cowboys nehmen wollen, hat ebenfalls etwas mit besagten Wuppertalern zu tun. Seit bekannt geworden ist, dass der Bayer-Konzern fürderhin nur noch Fußball fördert, hält sich das Gerücht, dass in der Stadt mit der berühmten Schwebebahn womöglich das Geld für weitere Erstliga-Spielzeiten fehlt. Auch wenn diese Option wenig gesichert sein mag, so wäre es im Nachhinein extrem blöd, wenn nicht alles versucht worden wäre, die Saison zumindest nicht als "Schlusslicht" zu beenden.
In dieser Richtung erscheint es stimmig, dass "RMV"-Chef Thilo von Hagen alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, Mittelblocker Jakub Strelczyk vom Kooperationspartner Rhein-Main Rodheim zur Mitfahrt nach Hamburg zu überreden. "Einmal darf er bei uns mitspielen, und je mehr Wechselalternativen, um so besser", sagt Trainer Christian Metzger. Losgelöst davon, ob der Coup klappt, ist Andreas Kolle überzeugt, dass sich niemand in der ausgedünnten Mannschaft hängen lässt. "Wir sitzen alle noch in einem Boot, stehen weiter hinter Rhein-Main Volley und werden uns bemühen, zumindest einen runden Abschluss hinzubekommen", so der "RMV"-Teamkapitän.
Einen positiven Abschied planen indes auch die Cowboys. 150 Liter Freibier warten auf die Fans der Aufsteigers, dessen Zukunft losgelöst von der sportlichen Seite wenig rosig aussieht. 250 Hamburger Unternehmen waren vor dem vorletzten Heimspiel angeschrieben worden, kein einziges ist der Einladung gefolgt. "Eine deprimierende Erfahrung", so Jan Schneider, "aber kommentieren werden wir dies nicht mehr. Das ist die Realität in der Sportstadt Hamburg." Der Abteilungschef des Ursprungsvereins Oststeinbeker SV sowie Manager Rüdiger Barth hatten vor fünf Wochen ihren Entschluss bekannt gegeben, nach fünf Jahren am Ende der Saison aufzuhören.
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Quelle: Main-Spitze
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