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Wilmas wilde Worte

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Von stolz bis erleichtert

31.10.2011
Um 21.36 Uhr war am vierten Saisonsieg in der Zweiten Volleyball-Bundesliga, Gruppe Süd, nicht mehr zu rütteln. Jakub (Kuba) Strzelczyk hatte seine 1,93 Meter am Netz in die Höhe gewuchtet und den Angriffsschlag der VSG Coburg/Grub zum 3:1 (25:18, 25:22, 20:25, 28:26)-Erfolg der TG Rüsselsheim abgeblockt. Vor dem vierten Matchball der Gastgeber hatten die Oberfranken noch einmal gewechselt, doch die junge Mannschaft von Trainer Luis Ferradas ließ sich durch diese taktische Maßnahme nicht verunsichern und hatte allen Grund, sich nach 117 effektiven Spielminuten gemeinsam mit etwa 150 Zuschauern in der Walter-Köbel-Halle über das Vorrücken auf Tabellenplatz fünf zu freuen.

Der erfahrene Übungsleiter aus Argentinien war in erster Linie erleichtert, aber auch stolz: „Ab Mitte des dritten Satzes war es extrem schwer für uns und gefährlich. Aber die jungen Leute haben das insbesondere in der kritischen Endphase des vierten Durchgangs wirklich sehr gut gemacht und mutig gespielt“, lobte Ferradas die Seinen für deren stabiles Nervenkostüm und den Kanadier Jonathan Whitton für dessen „bislang beste Saisonleistung.“ Dass es nach der verblüffend leicht herausgespielten 2:0-Führung gegen den starken Neuling, der zuletzt den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter und souveränen TG-Bezwinger GSVE Delitzsch 3:1 entzaubert hatte, zu einem Bruch im Spiel seiner Schützlinge kam, ärgerte Ferradas nicht: „Die Entwicklung insgesamt ist gut, aber dass es immer wieder kleine Löcher gibt, ist auch völlig normal. Von den beiden Internatteams abgesehen, sind wir die jüngste Mannschaft der Liga.“

Diese begann furios und ließ die Gäste zunächst nur punktuell gewähren. Diese lagen im ersten Satz letztmals beim 8:7 vorn, im zweiten zog die TG nach dem 9:11 das Tempo an und dank Hauptpunktesammler Christian Hesse auf und davon. Bis zur 16:14-Führung im dritten Abschnitt schien alles auf ein rasches Ende hinauszulaufen. „Doch dann hat es sich immer mehr bemerkbar gemacht, dass die Coburger drei kleinere und ältere Spieler eingewechselt hatten. Da hat uns etwas die Mentalkraft gefehlt“, berichtet Ferradas.

Dieser reagierte seinerseits auf den Einbruch und brachte Anton Borger trotz noch nicht überwundener Schulterprobleme. Der Mittelblocker blieb auch im von Beginn an spannenden vierten Satz auf dem Feld und half mit, dass der 20:21-Rückstand nicht größer wurde. Und „Kuba“ nach 36 umkämpfen Minuten den Schlussakkord anstimmen konnte.
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1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
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