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27.10.2008
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Was war da los? Wer am Samstagabend den Liveticker auf der Volleyball-Bundesliga-Seite im Internet aufrief, mochte kaum seinen Augen trauen. Rhein-Main Volley soll mit 0:3 (22:25, 14:25, 24:26) beim TuS Durmersheim verloren haben?
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Eine klare Niederlage gegen eine Mannschaft aus dem hinteren Tabellendrittel, nachdem der Erstliga-Absteiger in der Vorwoche mit einem 3:2-Heimsieg über Tabellenführer Bühl geglänzt hatte und auch zuvor gegen die Titelkonkurrenten Kriftel und Freiburg auf Augenhöhe war? Doch es stimmte. „Das haben wir auch nicht geglaubt, dass wir so schnell wieder fertig sind“, konnte Spielertrainer Thilo von Hagen nach dem Abpfiff nur den Kopf schütteln. Nach nur 71 Minuten reiner Spielzeit war die Partie entschieden. „Wir sind einfach nicht reingekommen“, lautete sein erster Kommentar. So ganz erklären konnte sich der Coach da die zweite Saisonniederlage noch nicht.
Fakt war: „Keiner konnte an die Leistung gegen Bühl und Freiburg anknüpfen.“ Aus Sicht von Thilo von Hagen präsentierten sich alle zu wechselhaft und konnten ihren Ambitionen nicht gerecht werden. Die Gastgeber ernst nehmen, nicht auf die leichte Schulter nehmen, hatte der Trainer seinen Spielern eingebläut. „Ich hatte im Vorfeld auch das Gefühl, das wird so sein. Aber im Spiel läuft das dann eben manchmal anders.“
Dabei ging der erste Satz noch in Ordnung. Rhein-Main Volley unterlag zwar mit 22:25, hatte aber auch Pech mit einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen. Doch im zweiten Abschnitt lief nichts mehr zusammen. Angefeuert von den lautstarken, mehr als 100 Zuschauern spielte sich Durmersheim hier in einen Rausch, blockte und wehrte alle Bälle ab. Die Gäste indes fanden kein Mittel.
Im dritten Durchgang hielten Jan Dörmer und Johann Löwen mit Angabenserien den Favoriten im Spiel. Gerade bei einer 19:23-Führung waren die Aufschläge von Löwen wichtig, um zum 23:23-Ausgleich zu kommen. Dann verschlug der Außenangreifer sein Service. Durmersheim hatte Matchball. Und den setzte Jan Dörmer im Angriff ins Aus. Was durchaus symptomatisch war für das Team von Rhein-Main Volley am Samstagabend: Die Fehler machte es oft selbst.
Dass Löwen wegen einer Fußverletzung nicht ganz fit war, Thomas Weigel weiterhin fehlt und Peter Wellbrock wegen anhaltender Knieschmerzen entgegen erster Ankündigungen gar nicht mitreiste, konnte keine Entschuldigung bieten für die mäßige Leistung. Denn Personalprobleme hatte es auch in den zurückliegenden Spielen gegen die Titelkonkurrenten gegeben. Und trotzdem war Rhein-Main Volley hier ebenbürtig.
Dass ausgerechnet gegen Durmersheim, gegen einen Außenseiter so schnell die zweite Saisonpleite folgte, wundert Thilo von Hagen allerdings nicht gänzlich. Schon häufig hat er darauf hingewiesen, seine Mannschaft könne an einem guten Tag jeden schlagen, an einem schlechten aber auch gegen jeden verlieren. Und so führte am Wochenende ein schwacher Tag eben zu einer Niederlage.
„Das ist natürlich ein Rückschlag“, meinte Thilo von Hagen enttäuscht. Vielleicht aber, so hofft er, sei dies ein blaues Auge zur rechten Zeit, von dem sich sein Team rechtzeitig erholen könne.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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