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17.09.2008
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Thilo von Hagen ist derzeit beim Bundesligaabsteiger Rhein-Main Volley der Mann für alles. Er wird den Verein als Vorsitzender führen, in der Zweiten Bundesliga (Gruppe Süd) als Trainer fungieren und, falls es ganz heftig für ihn kommen sollte, auch auf dem Feld als Zuspieler stehen.
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"Dann müsste sich Samuel Bragg aber schon die Finger brechen", sagt der 37 Jahre alte Volleyball-Enthusiast. Der 21 Jahre alte Engländer Bragg ist einer von sechs neuen Spielern, auf denen für die am Samstag für Rhein-Main beginnende Saison die Hoffnungen ruhen. Wegen des radikalen Umbruchs wagt von Hagen es nicht, ein Saisonziel zu formulieren. Fest steht für ihn nur: "Wiederaufstieg ist sicher unrealistisch." Ein Gerüst von vier Dabeigebliebenen mit Johann Löwen, Peter Wellbrock, Tommy Weigel sowie dem neuen Mannschaftskapitän Tim Wacker soll die Mannschaft tragen. Aus der Rüsselsheimer Jugend komplettieren das Team Jan Dörmer, der Pole Jakub Strzelczyk, Libero Carlo Wiese, Martin Berkenkamp und der von Ligakonkurrent Kriftel abgeworbene Jörn Freiwald, der seinerseits quasi im Tausch für die zwei zum hessischen Konkurrenten wechselnden Mittelblocker Andreas Kolle und Ralph Nothhaft kam. Während die TuS Kriftel bereits am Samstag mit einem 3:1-Auftaktsieg über den SV Schwaig glänzte, bei dem Kolle und Nothhaft in der Startformation standen, weiß man bei Rhein-Main Volley noch nicht, wo die Mannschaft sich einordnen wird: Das erste Spiel steht noch aus. Das Auftaktprogramm setzt die neu formierte Formation "ganz schön unter Druck", wie von Hagen weiß. In den Nachwuchsspielern aus dem Volleyball-Internat Kempfenhausen und Aufsteiger Marktredewitz warten bei zwei Auswärtsspielen am 20. und 27. September "vom Papier her zwei Gegner, die man schlagen kann. Da wäre ein guter Start schon hilfreich und wünschenswert." Bei einem Mitte des Monats gespielten Vorbereitungsturnier in Bottrop hatte Rhein-Main zwar gegen den Erstligaverein Wuppertal und die Heimmannschaft Rhein-Ruhr Volley keine Chance, besiegte aber aus der Nordgruppe den Zweitligisten Essen. Das war ein ermutigendes Zeichen, zumal von Hagen in Weigel und Dörmer zwei Spieler positiv überraschten, die vermutlich nicht in der Startformation stehen werden. Allerdings war in diesem Spiel zu Testzwecken der Tscheche Jakub Chelboun eingesetzt, der zum Saisonstart nicht zur Verfügung stehen wird. Die Verpflichtung scheitert derzeit an den Gebühren, die der Weltverband und der tschechische Verband bekommen würden. Als Option bleibt der Tscheche aber weiterhin im Gespräch, sollte er doch noch bezahlbar sein. Dafür bekommt Rhein-Main Volley unentgeltliche Unterstützung durch den Argentinier Luis Ferradas. Der ehemalige Trainer des VC Wiesbaden fungiert als Berater: "Er war schon bei der einen oder anderen Trainingseinheit. Das ist Wahnsinn, was so ein erfahrener Mann auf Anhieb sieht." Von Hagen ist für die Hilfe auch deshalb so dankbar, "weil ich zwar nicht taufrisch im Volleyball bin, aber Novize als Trainer". Kein Wunder, dass er am liebsten Ferradas auf die Trainerbank komplimentieren würde: "Das Ziel des Vereins ist es, dass er nächstes Jahr Trainer wird."
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Quelle: Frankfurter Rundschau
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