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Wilmas wilde Worte

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Übermannschaft in der Köbel-Halle

26.01.2008
Hatte der Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley am vergangenen Sonntag verkündet, Trainer Christian Metzger habe seinen Vertrag auf- und werde von Zuspieler Thilo von Hagen abgelöst, hat sich nun eine neue Entwicklung ergeben.
Christian Metzger wird bei den Spielen weiterhin dabei sein „und ehrenamtlich das Coaching übernehmen“, wie er am Mittwochabend nach der verlorenen Heimpartie gegen die SG Eltmann sagte. „Das ist die beste Lösung“, meint auch Thilo von Hagen.

Der kommissarische Vorsitzende ist froh, dass Metzger trotz seines Referendariats ab Februar den Aufwand auf sich nimmt, weiter von seinem Wohnort Stuttgart zu den Spielen anzureisen und zudem freitags das Abschlusstraining zu leiten. Dies schafft dann auch bei dem Problem Abhilfe, dass Thilo von Hagen nur den B-Lizenz-Trainerschein besitzt, ein Bundesligist jedoch einen Mann mit A-Lizenz vorweisen muss.

Der bisherige Co-Trainer Christian Kilgus wird nicht mehr dabei sein. Die Assistentenrolle übernimmt nun der verletzte Zuspieler Michal Peciakowski. Der 26 Jahre alte Pole ist trotz seines Ausfalls Mitte November wegen eines Achillessehnenrisses stets bei der Mannschaft und den Spielen dabei gewesen. Er leitet schon seit längerem die morgendlichen Trainingseinheiten.

Am heutigen Samstag um 20 Uhr in der Köbel-Halle gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Friedrichshafen werden die Rhein-Main-Volleyballer also wie gegen Eltmann von zwei Trainern gecoacht. Mehr Chancen dürften sie dadurch aber nicht haben. Schon ein Satzgewinn wäre gegen den Champions-League-Sieger und Rekordmeister, quasi der FC Bayern München des deutschen Volleyballs, eine kleine Sensation.

Wie schon im Hinspiel geht es für den Abstiegskandidaten vor allem darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Die Zuschauer dürfen sich jedenfalls freuen. Der VfB Friedrichshafen, der sich am Mittwoch zu Hause vor 3800 Zuschauern mit einem 3:0-Vorrundensieg über das spanische Team von Unicaja Almeria vorzeitig in der Champions League für die Runde der besten zwölf Teams qualifiziert hat, reist mit hochkarätigen Spielern an.

Die Namen von Lukas Tichacek, Christian Pampel, Lukas Divis, Robert Hupka, Juliano Bendini, Joao José und Markus Steuerwald haben international einen hervorragenden Klang.

Dazu kann man den Bundestrainer, VfB-Coach Stelian Moculescu, einmal aus nächster Nähe beobachten. Wenn das alles mal kein Anreiz ist, in die Köbel-Halle zu kommen – „dann wissen wir bald auch nicht mehr, warum die Resonanz so dürftig ist“, sagt ein ratloser Thilo von Hagen. Auch am Mittwochabend empfand er die Kulisse von rund 500 Zuschauern als enttäuschend.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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