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06.11.2007
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Der eine durfte seiner Mannschaft freudestrahlend ein großes Kompliment machen für ihre Leistung. Der andere sprach zerknirscht von einer schwachen Vorstellung seines Teams, von Frust und Enttäuschung.
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Zwischen Christian Metzger, dem Trainer von Bundesligist Rhein-Main Volley, und Michael Mücke, dem Coach des VC Leipzig, befand sich nach dem überraschend klaren 3:0 (25:23, 25:17, 25:16)-Heimsieg der Gastgeber eine große Kluft. Beide waren sich einig: Der erste Satz brachte die Vorentscheidung. „Das war unser Genickbruch“, bekannte Mücke. Hier brachte sein Sextett eine mehrmalige Führung nicht heim, musste Rhein-Main Volley ab dem 22:22 den Gewinn überlassen: „Danach war die Luft bei uns raus“.
Das Team von Christian Metzger hatte dann relativ leichtes Spiel mit den Sachsen, die nun hohes Risiko im Aufschlag gehen mussten, aber viele Fehler produzierten. „Nach dem ersten Satz war ich sicher, dass wir das Spiel gewinnen“, so Metzger. „Leipzig hat wohl nicht mit so großer Gegenwehr von uns gerechnet und war dann verunsichert.“
Der Rhein-Main-Coach hatte seine Mannschaft offensichtlich gut auf den Gegner eingestimmt. Darin waren sich Spieler wie Manager Jan Wüntscher einig. „Ich war bei einigen Besprechungen nach der Niederlage gegen Moers dabei. Und Christian Metzger hat dabei genau den Nerv der Mannschaft getroffen“, fand Wüntscher anerkennende Worte für den Trainer, und „die Spieler haben eine sehr gute Einstellung gezeigt.“
Libero Peter Wellbrock, in der vergangenen Saison für Eintracht Wiesbaden im Einsatz, pflichtete bei: „Die Stimmung war heute viel besser. Wir sind viel mehr als Mannschaft aufgetreten und haben gut als Team gearbeitet.“ Nach der kurzen Vorbereitung wachse seine Mannschaft immer mehr zusammen. Die Höhe des Sieges habe ihn überrascht, aber insgesamt sei er nicht unerwartet gekommen. Vor allem in der guten Aufschlagtaktik sah Wellbrock einen wesentlichen Grund für den ersten Saisonerfolg.
Auch Mittelblocker Andreas Kolle freute sich, „dass wir Leipzig im Aufschlag sehr gut unter Druck gesetzt haben“. Vor allem aber fand er die Blockarbeit sehr stark, „gerade auch über die Außenpositionen“.
Christian Metzger will den Sieg allerdings „nicht zu hoch hängen“. Dies sei erst der erste Schritt gewesen zum Klassenerhalt. Weitere müssten nun folgen.
Zum Beispiel am kommenden Samstag in einem neuerlichen Heimspiel um 20 Uhr in der Köbel-Halle gegen die Netzhoppers Königs-Wusterhausen, einem direkten Konkurrenten gegen den Abstieg. Zuvor muss das Rhein-Main-Team aber noch am Mittwoch um 19 Uhr beim Tabellendritten SCC Berlin ran.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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