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Wilmas wilde Worte

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Trainer läutet die Wende ein

17.11.2008
Aus einem solchen Erfolg lässt sich eine ganze Menge Kraft und Zuversicht schöpfen: In einer mitreißenden Partie behielt Rhein-Main Volley gegen SV Schwaig nach 0:2-Satzrückstand noch 3:2 (23:25, 25:27, 25:21, 25:22, 15:12) die Oberhand und kletterte damit vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd.
Dabei sah es vor nicht ganz 200 Zuschauern nach zwei Sätzen gar nicht nach einem Heimsieg der Hessen aus. Durch zahlreiche Fehler in der Annahme und beim Aufschlag brachten die "Volleys" die routinierten Franken ins Spiel, vergaben im zweiten Durchgang auch noch einen Satzball und standen somit am Rande der ersten Heimniederlage.

Nach zwei Sätzen hatte Trainer Thilo von Hagen genug und wechselte sich für Zuspieler Sam Bragg ein. Dieser hatte zwar einen lädierten Daumen, hätte aber durchaus weiter spielen können, wie der "RMV"-Coach nach der Begegnung erklärte. "Es war einfach zu ruhig auf dem Feld", begründete der 37-jährige Vollblut-Volleyballer seine Einwechslung. Die Maßnahme zeigte die erhoffte Wirkung. Nachdem Johann Löwen Anfang des dritten Satzes nach einer provokanten Geste in Richtung der Gäste noch die Gelbe Karte gesehen hatte, war der Siegeswille der "Volleys" endgültig geweckt worden. Plötzlich waren die vom "RMV"-Trainer vermissten Emotionen da, jeder Punkt wurde lautstark gefeiert.

Sinnbildlich für den Spielverlauf war die Leistung von Jan Dörmer. Der Nachwuchsspieler, der sich laut von Hagen momentan in einem Tal befindet, fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel, fabrizierte zahlreiche Fehler und wurde entsprechend oft von den Schwaigern, die ohne den bekannten Mittelblocker André Breuer angereist waren, angespielt. Doch gegen Ende der Partie kämpfte sich Dörmer - wie der Rest der Mannschaft auch - zurück ins Spiel und brachte sein Team mit einem sensationellen Abwehrreflex im Tiebreak auf die Siegerstraße.

"Oft brauche ich solche Spiele nicht", betonte der glückliche, aber auch sichtlich erschöpfte "RMV"-Trainer nach dem Fünf-Satz-Krimi. "Wichtig war, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt hat", strich von Hagen die Wandlung seiner Jungs im Vergleich zum Spiel gegen TuS Durmersheim heraus. Vor drei Wochen waren die "Volleys" dort ohne Aufbäumen sang- und klanglos 0:3 unter gegangen.
Quelle: Main-Spitze
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