|
25.10.2010
|
|
Es hat länger gedauert, als gedacht. Und einen Satzverlust gab es auch. Doch letztlich trugen die Volleyballer der TG Rüsselsheim in der Zweiten Bundesliga bei den VolleyYoungStars (VYS) Friedrichshafen nach 88 Minuten Spielzeit einen ungefährdeten (25:15, 17:25, 25:20, 25:16)-Sieg davon. Mit 92:76 ging die Ballpunktebilanz deutlich an die Gäste aus Hessen. Nach vier Niederlagen und dem 3:0-Vorwochenerfolg beim Aufsteiger TV Waldgirmes war es der zweite Sieg hintereinander.
|
Mit nun 6:8 Zählern nähert sich die Turngemeinde einem ausgeglichenen Punktekonto an. Die Sätze sind es schon: 13:13 weisen die Rüsselsheimer da nach sieben Spieltagen auf. Stand vor der Partie hinter dem Einsatz zweier Akteure ein Fragezeichen, konnten Jakub Strzelczyk und Thomas Mudersbach doch mitmischen. Mittelblocker Strzelczyk hat seine Spielgenehmigung vom polnischen Verband am Freitag erhalten. Und Libero Mudersbach biss sich trotz einer Bänderdehnung, die er sich im Training zugezogen hatte, durch.
Vor weniger als 50 Zuschauern, wie Trainer Claude Weber angab, erwischte sein Team in der 4000 Personen fassenden Arena am Bodensee gegen die Talente von Bundesliga-Rekordmeister VfB Friedrichshafen einen Start nach Maß. Mit 25:15 holten sich die Rüsselsheimer fast problemlos den ersten Satz.
Aber dann begann eine »mühsame Phase», wie der TG-Coach bedauerte. Nur 17 Ballpunkte gelangen seiner Mannschaft im zweiten Durchgang. Die Annahme wackelte nun, im Angriff wurde nicht mehr konsequent gepunktet. Dagegen wussten sich die jungen Gastgeber zu steigern und fabrizierten nicht mehr so viele Fehler wie zu Beginn.
Die Turngemeinde ließ auch im Aufschlag nach, hatte bis Mitte des dritten Abschnitts Probleme, ins Spiel zu finden. Doch dann sorgte ausgerechnet eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung gegen sie für die Wende. Weber: »Da haben wir uns zwar sehr aufgeregt, aber ab da haben wir uns wieder fangen können und haben uns auf unsere Stärken konzentriert.»
Besonders Kapitän Tim Wacker, in der diesjährigen Beachsaison auf einem hervorragenden fünften Platz bei den deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand gelandet, glänzte wie im Sand immer wieder mit tollen Abwehraktionen und verwandelte auch seine Punktballchancen sicher.
»Phasenweise haben wir sehr gut gespielt», fand Weber. Aber phasenweise blieb sein Team auch fast Zweitliga-Niveau schuldig. Die Schwankungen waren erneut noch groß bei der TG. Will sie den Weg ins vordere Tabellendrittel schaffen, muss sie vor allem an der Konstanz arbeiten.
|
|
Quelle: Rüsselsheimer Echo
|