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Wilmas wilde Worte

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Tim Wacker fällt aus

11.09.2009
Mit neuem Trainer, neuem Konzept und neuen Spielern startet Rhein-Main Volley am Wochenende in die Zweite Bundesliga Süd. Zu Gast ist am Sonntag um 16 Uhr in der Walter-Köbel-Halle der VC Eintracht Mendig. „Eine harte Nummer“ erwartet Rhein-Main-Coach Luis Ferradas mit der Mannschaft aus der Vulkaneifel, die sich mit dem langjährigen Dürener Erstliga-Angreifer Sven Dick verstärkt hat. „Aber ich bin optimistisch. Die Spieler sind sehr hungrig und haben sehr gut gearbeitet in der Vorbereitung.“

Die Wiederholung des 3:0-Sieges über Mendig, wie er beim zurückliegenden Aufeinandertreffen der vergangenen Runde gelang, muss das Ferradas-Team allerdings ohne seinen Kapitän angehen. Tim Wacker hat es schwer erwischt. Der Diagonalangreifer hat sich bei einem Sturz mehrfach das Jochbein angebrochen, muss operiert werden und wird wochenlang ausfallen.

Da auch Peter Wellbrock in der Vorbereitung wegen einer hartnäckigen Infektion oft nicht trainieren konnte und der dünne Kader ohnehin nur zehn Mann umfasst, haben die Verantwortlichen von Rhein-Main Volley in dieser Woche kurzerhand noch einen amerikanischen Spieler verpflichtet, der die Position von Wacker übernehmen kann: Jonathan Scott heißt der neue Außenangreifer, ist 30 Jahre alt und hält sich schon seit längerer Zeit in Europa auf.

Bereits in verschiedenen Ersten Ligen im Einsatz, hat er zuletzt nach Spanien und Belgien in den Niederlanden hochklassig gespielt. „Er kam auf uns zu. Denn er ist gerade dabei, sich als Sprachtrainer beruflich ins Rhein-Main-Gebiet zu verändern. In dieser Woche ist er im Training dazu gestoßen und hat gleich einen guten Eindruck hinterlassen“, freut sich Rhein-Main-Manager Jan Wüntscher.

Am Dienstag bei der Testpartie gegen Erstligist TV Bühl kam Scott, der ein halbes Jahr Pause hinter sich hat, bereits zum Einsatz. Der Verlust von Tim Wacker wiegt allerdings sehr schwer für Rhein-Main Volley. „Von seiner Persönlichkeit her und von seinem Leistungsvermögen ist er ein sehr wichtiger Spieler für uns“, zeigte sich Ferradas vom Unfall seiner Stammkraft geschockt, zumal Wacker eine glänzende Saison gespielt hat und dort einen Großteil zum hervorragenden dritten Tabellenplatz beitrug. „Das ist der schlimmste Ausfall, der uns passieren konnte“, schüttelt auch Wüntscher den Kopf.

Neben Jonathan Scott werden die Zuschauer nun am Sonntag zwei weitere Neuzugänge zu sehen bekommen. Allerdings handelt es sich dabei um alte Bekannte: Mittelblocker Andreas Kolle und Zuspieler Sören Schneider sind zurückgekehrt. Zudem wurde mit dem Rodheimer Johannes Gruppe ein weiterer junger Spieler verpflichtet.

Luis Ferradas, der frühere langjährige Erfolgstrainer der Wiesbadener Bundesligafrauen, der zu Beginn der neunziger Jahre die Männer der TG Rüsselsheim in der Zweiten Liga betreut hat und anschließend mit dem VfB Friedrichshafen zweimal Deutscher Vizemeister wurde, plant bei Rhein-Main Volley langfristig.

Zu seinem Konzept meinte Ferradas: „Es geht darum, für die Rhein-Main-Region eine gute Struktur zu bauen. Sie hat das Potential für die Bundesliga, aber wichtig ist es, Stabilität aufzubauen.“ Wenn der Aufstieg in die höchste deutsche Klasse gelingt, dann soll es nicht nach einem Jahr – wie bei der TG Rüsselsheim und zuletzt bei Rhein-Main Volley geschehen – wieder abwärts gehen.

Der ehemalige argentinische Nationalspieler spricht davon, dass „eine neue Ära“ unter ihm beginnt. Die Erste Liga will er in „ein, zwei Jahren“ erobern. Bis dahin sei es wichtig, „Sponsoren und Politiker der Region davon zu überzeugen, dass wir seriös, mit Kontinuität und mit Erfolg arbeiten. Wir müssen die Region auf allen Ebenen mobilisieren und dazu auch mit anderen Vereinen kooperieren.“

Um dem Männervolleyball im Rhein-Main-Gebiet wieder zu Erstklassigkeit zu verhelfen, hat Ferradas, der seit 20 Jahren in Kriftel wohnt, lukrative Angebote ausgeschlagen. Er wolle jetzt dort tätig sein, wo er lebt.

Für die kommende Saison erwartet er in der Zweiten Bundesliga Süd ein sehr ausgeglichenes Feld, in dem „sieben, acht Mannschaften“ der insgesamt 14 Teams vorne mitspielen können. Natürlich auch Rhein-Main Volley.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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TG 1862 Rüsselsheim 2
L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
VC Eintracht Mendig 1

Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
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