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30.04.2011
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Die Erleichterung ist den Spielern deutlich anzumerken. Nachdem die Verantwortlichen der TG Rüsselsheim freudig verkündet hatten, trotz weiterhin finanzieller Schwierigkeiten die Lizenz für die Zweite Bundesliga Süd auch für die kommende Saison zu beantragen, fiel den TG-Volleyballern ein Stein vom Herzen.
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„Denn woanders gibt es ja keine Zweitligamannschaft hier in der Region”, sagt Außenangreifer Johann Löwen. Wie sein Teamgefährte Christian Hesse berichtete, seien die Spieler vor drei Wochen bei der Hiobsbotschaft, dass rund 25 000 Euro fehlen (die Hälfte des Etats), ruhig geblieben. „Wir haben das alle relativ schweigend zur Kenntnis genommen. Das wurde nicht groß diskutiert”, so Hesse, der vor einiger Zeit an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt ist und mit dem Training wahrscheinlich noch einen Monat lang aussetzen muss. Er selbst sei zunächst „recht skeptisch“ gewesen, ob die erforderlichen Sponsorengelder in so kurzer Zeit noch gefunden werden können. „Aber es wurde uns von den meisten das Gefühl vermittelt, dass es doch klappen könnte. Und deshalb war ich auch relativ optimistisch.“ Christian Hesse betont, seine Mitspieler hätten sich in den vergangenen drei Wochen nicht nach anderen Vereinen umgeschaut, hätten eher an ein Weitermachen im Regionalliga-Team der TG gedacht oder überlegt, ganz aufzuhören. Wie Manuel Lohr und Thomas Mudersbach hat der Außenangreifer bereits vor einiger Zeit einen Vertrag für die nächste Saison unterschrieben, so dass der Verbleib des Trios bei der TG schon mal gesichert ist. Ob die anderen Spieler weitermachen, muss sich weisen. Johann Löwen, mit 28 Jahren einer der Erfahrensten im Team, will sich noch „ein bisschen Zeit lassen“ mit seiner Entscheidung. „Denn ich habe gerade einen neuen Job angefangen und muss erst mal sehen, wie es körperlich bei mir weitergeht.“ Der Erstliga-erfahrene Leistungsträger der TG, über den der Großteil der Angriffe läuft, ist von starken Achillessehnenbeschwerden geplagt, die am Ende der Saison immer mehr zunahmen. „Wenn ich weitermache, dann bei der TG“, betont Löwen jedoch. Was die Beschaffung der immer noch fehlenden rund 10 000 Euro im Etat angeht, die Trainer Claude Weber als Vorsitzender des Trägervereins für die Zweitligamannschaft genannt hat, ist Zuspieler und Trägervereinsmitglied Thilo von Hagen sehr zuversichtlich: „Das Restrisiko war so gering, dass wir es wagen können, die Lizenz zu beantragen.“ Doch dürfe man keinesfalls die Hände in den Schoß legen: „Es ist immer noch eine Menge Arbeit.“ Eine erneute Austragung eines Länderspiels wie im vergangenen September zwischen Deutschland und Brasilien in der Walter-Köbel-Halle, das den TG-Volleyballern eine beträchtliche Summe für ihren Etat einbrachte, hält der Pressesprecher des Deutschen Volleyball-Verbandes allerdings so bald für kaum möglich. „Dieses Jahr sieht es nicht gut aus, da wir nicht so viele Spiele haben”, erklärt von Hagen. Dennoch ist auch er guten Mutes, was die Verpflichtung von Luis Ferradas als Nachfolger für Claude Weber als neuen Trainer betrifft. „Er ist unser Wunschkandidat. Beide Seiten wollen. Und ich glaube, sie werden sich auch einigen.“ Die Spieler würden es jedenfalls sehr begrüßen, kehrte Ferradas nach einem Jahr Unterbrechung wieder auf die Trainerbank der Turngemeinde zurück. „Wenn Luis kommt“, sagt Christian Hesse, „wäre das super“.
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Rüsselsheimer Echo
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