|
16.01.2012
|
|
Die Turngemeinde rutschte auf Platz neun ab und hat nur zwei Punkte Vorsprung zur Abstiegszone. In den nächsten Wochen gegen direkte Konkurrenten müssen Sieger her, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Freiburg setzte mit dem achten Sieg innerhalb der vergangenen neun Spiele seine Erfolgsserie fort.
|
Da Spitzenreiter VC Dresden mit 2:3 gegen Dachau verlor, zog die Freie Turnerschaft als Tabellenzweiter punktgleich mit ihm und ist drauf und dran, die Sachsen vom Thron zu stoßen.
Es war so, wie es Trainer Luis Ferradas erwartet hatte: Ein starker Gegner, ein schweres Auswärtsspiel. Im Hinspiel zum Saisonauftakt nur knapp mit 2:3 unterlegen, verlor seine Mannschaft auch diesmal die ersten beiden Sätze. Doch vom Tiebreak war sie dann im vierten Durchgang weit entfernt. Von 4:9 zu Beginn über 9:16, 14:19 und 19:23 bis zum 20:25-Endstand kam sie hier nie mehr als auf vier Punkte heran.
Dabei hatte die Partie schon mit einem deutlichen Rückstand für die Gäste angefangen. Ein 14:21 konnten sie auf 20:22 verkürzen, ehe Freiburg mit 25:22 die Oberhand behielt. Im zweiten Abschnitt waren sie bei 18:20 ebenfalls mit zwei Punkten dran, um mit 20:25 erneut das Nachsehen zu haben. Den dritten Satz entschied die Turngemeinde zwar in der Schlussphase von 17:17 über 20:19 und 23:21 mit 25:22 für sich. Doch ließen sich die Gastgeber um Spielertrainer Wolfgang Beck den Sieg vor mehr als 300 lautstarken Zuschauern nicht nehmen und zogen den vierten Durchgang recht kompromisslos durch.
„Wir waren nicht konstant genug“, sagte Luis Ferradas, der erneut auf seinen verletzten Stamm-Mittelblocker Jakub Strzelcyk verzichten musste, „aber Freiburg hat viel Druck gemacht und war sehr, sehr stark.“ Der TG-Coach, der nicht unzufrieden war mit seiner Mannschaft, verwies darauf, dass die Gastgeber schon seit Jahren im Kern zusammenspielen, während sein Team vor Saisonbeginn neu formiert wurde.
Nach einem dreiviertel Jahr Pause wegen langer Achillessehnenbeschwerden kam Johann Löwen zu einem ersten Einsatz. Der Topscorer der vergangenen Jahre soll langsam wieder aufgebaut werden. Ferradas schickte ihn Ende des dritten Satzes und im vierten Durchgang ab 4:9 aufs Feld. Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TSV Stuttgart (16 Uhr, Walter-Köbel-Halle) wird er womöglich mehr Spielanteile bekommen. Schließlich braucht die TG hier dringend einen Sieg.
|
Rüsselsheimer Echo
|