Newsletter abonnieren

Wilmas wilde Worte

/zone/name

Strzelczyk überragend

24.11.2008
Wenn das so weiter geht, hat Spielertrainer Thilo von Hagen am Saisonende graue Haare. Wie so oft in dieser Spielrunde, ging es auch am Samstag beim VC Dresden nervenaufreibend zu. Seine Mannschaft musste wieder einmal einen Rückstand aufholen, ehe der achte Sieg im zehnten Spiel unter Dach und Fach war. Mit 3:2 (15:25, 25:22, 25:19, 22:25, 15:10) behielt Rhein-Main Volley beim Tabellenzehnten nach über zwei Stunden mühevoll die Oberhand und verteidigte damit den zweiten Platz.

Nicht viel hat gefehlt, und der Erstliga-Absteiger wäre mit Spitzenreiter TV Bühl punktgleich gezogen. Denn auch der Tabellenführer tat sich schwer und gewann bei Abstiegskandidat VG Marktredwitz nach einem 1:2-Satzrückstand erst im Tiebreak mit 15:11.

Überraschend kam dagegen die 0:3-Niederlage von TuS Kriftel in Durmersheim, wo auch Rhein-Main Volley in dieser Saison schon mit 0:3 verloren hat. Damit ist Kriftel aus der Spitzengruppe vorerst herausgefallen.

Dass das Team von Thilo von Hagen in Dresden erneut den ersten Satz versiebte, war ärgerlich. Schließlich sollte dies unter allen Umständen vermieden werden. Wegen des angekündigten Schneechaos’ fuhr die Mannschaft bereits am Samstagmittag los. Da aber die Wetterlage besser als erwartet war, traf sie bereits gegen 16 Uhr in der sächsischen Hauptstadt ein. Zeit genug, um sich in einer Fußballkneipe noch die Bundesliga anzuschauen und dann entspannt mit dem Aufwärmprogramm zu beginnen.

Dennoch erwischte Rhein-Main Volley vor über 400 Zuschauern einen Fehlstart und geriet unter Druck. Nach der geradezu peinlichen Vorstellung im ersten Satz packte Thilo von Hagen seine Mannschaft bei der Ehre und rief den Spielern zu: „Wir fahren doch nicht fünf Stunden hierher, um so was abzuliefern.“

Den harschen Worte ließ das Team Taten folgen. Ab dem 16:16 setzten sich die Gäste auf drei Punkte ab, fingen sich zunehmend und zeigten nach dem 25:22-Gewinn des zweiten Durchgangs eine starke Leistung im darauf folgenden Satz.

Ärgerlich dann, den vierten Abschnitt unnötig aus der Hand zu geben. „Den hätten wir gewinnen können, denn wir lagen lange ein, zwei Punkte vorn“, meinte Thilo von Hagen, der diesmal nicht selbst ins Geschehen eingriff. Anders als in der Vorwoche im Heimspiel gegen Schwaig, als seine Mannschaft im Tiebreak mit 4:8 bedrohlich hinten lag, verschaffte sie sich diesmal aber eine 8:4-Führung und musste im fünften Satz nie um den Sieg bangen.

Kurios die Schlussphase: Bei 14:8 pfiff der Schiedsrichter Jakub Strzelczyk einen Aufschlag ab, weil er angeblich die Zehn-Sekunden-Grenze überschritten hatte. Dann punktete Dresden zum 14:9 und blockte erfolgreich einen Angriff der Gäste aus Hessen ab. Weil aber der Mittelblocker des VC in den Augen des Schiedsrichters darüber zu ausufernd losjubelte, verpasste er ihm die gelbe Karte, was einen Punktgewinn und damit den Sieg für Rhein-Main Volley bedeutete.

Den Löwenanteil am achten Saisonerfolg hatte Mittelblocker Jakub Strzelczyk, der neben Angriff und Block eine starke Aufschlagleistung ablieferte. Zudem erwies sich die Einwechslung von Carlo Wiese im zweiten Satz als wirkungsvoll.

Im Außenangriff pfiffig, stabilisierte er die Annahme und zeichnete sich vor allem als Stimmungsmacher aus. So scheint Rhein-Main Volley vor dem Verfolgerderby am nächsten Samstag in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle (19.30 Uhr) gegen Delitzsch gut gerüstet – vor allem was die Nervenstärke angeht.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
zurück

Termine

22.09. Saisonstart 2012/13

Sponsoren

Aktuelle Ergebnisse

TG 1862 Rüsselsheim 2
L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
VC Eintracht Mendig 1

Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
Deutsche Volleyball Liga