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30.03.2009
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In der Zweiten Volleyball-Bundesliga Süd wies Rhein-Main Volley (RMV) den Tabellenzweiten Dachau in die Schranken. Mit 3:0 (25:23, 25:22, 25:17) nahmen die Hessen am Samstag in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle Revanche für die Hinspielniederlage und rückten drei Spiele vor Saisonende bis auf zwei Minuspunkte an die Bayern heran.
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Während TuS Kriftel nach einer 2:3-Niederlage (25:16, 22:25, 19:25, 25:19, 13:15) gegen den VC Dresden auf den fünften Platz abrutschte, zeigt RMV einen starken Schlussspurt nach kräftezehrender Saison. Das ist angesichts des kleinen Kaders und der zu verkraftenden Ausfälle erstaunlich. Am Samstag musste Mittelblocker Jakub Strzelczyk aus beruflichen Gründen passen. Zudem verletzte sich der bis dahin überragend agierende Zuspieler Sam Bragg zu Beginn des zweiten Satzes am Daumen seiner linken Hand und musste im dritten Satz wegen der Schmerzen schließlich passen. Für den 21-jährigen Engländer musste der 37 Jahre alte Spielertrainer Thilo von Hagen aufs Feld.
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Er half routiniert, den Sieg zu sichern, und konnte sich dabei auf die Angriffswucht von Kapitän Tim Wacker verlassen. Der 28 Jahre alte Diagonalspieler schoss die Bayern regelrecht ab und zeigte sich anschließend von der jüngsten Entwicklung angetan: "Wir haben nicht erwartet, in dieser Saison am Ende so weit vorne zu stehen." Die Dominanz von Wacker, der sich gegen Ende der Hinrunde am Rücken verletzt hatte, lässt erahnen, dass die Meisterschaft ohne Verletzungspech nicht utopisch gewesen wäre. Zwar hat RMV die Derbys gegen Kriftel verloren, aber eben auch den designierten Aufsteiger Bühl in beiden Partien geschlagen. Johann Löwen überzeugte als einer der besten Außenangreifer der Liga, Youngster Jan Dörmer steigerte sich im Verlauf der Saison derart, dass der 18-Jährige Zuspieler Sam Bragg auf der linken Seite am Netz eine sehr gute Alternative bietet. RMV ist nicht nur Wacker und Löwen, sondern ein sehr gut harmonierendes Gefüge.
Von höheren Zielen will Thilo von Hagen aber nichts hören: "Man spielt zwar, um Erster und Meister zu werden, aber der Wiederaufstieg wäre nichts für uns gewesen." Erstliga-Volleyball ist in der Region kaum zu finanzieren. Nach dem Rückzug von Sponsor Opel hat von Hagen genug damit zu tun, die finanziellen Voraussetzungen für die nächste Zweitliga-Spielzeit sicherzustellen. "Wir wollen auf jeden Fall mit den Schlüsselspielern weitermachen", sagt er. Wacker signalisiert schon mal seine Bereitschaft: "Lust hätte ich auf jeden Fall."
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Quelle: Frankfurter Rundschau
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