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07.10.2010
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In knapp zwei Wochen ist es soweit: Am 19. September probt die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft in der Walter-Köbel-Halle gegen den aktuellen Weltmeister und Weltranglisten-Ersten Brasilien den Ernstfall. Die Veranstalter und die ausrichtende TG Rüsselsheim rechnen für das zweite von drei WM-Vorbereitungsspielen gegen Brasilien mit einem vollen Haus. Ein knappes Drittel der rund 2200 Tickets sind hauptsächlich über das Internet verkauft worden.
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Um den Appetit auf den Leckerbissen zusätzlich anzuregen, schauten gestern schon mal zwei Nationalspieler im TG-Vereinsheim vorbei: Stefan Hübner und Christian Dünnes (evivo Düren). An den beiden Niederlagen (1:3/0:3) gegen den Weltranglisten-Zweiten aus Russland war Dünnes am Wochenende schuldlos, da er nur auf der Bank saß. „Da haben wir unsere Grenzen aufgezeigt bekommen“, redete Dünnes nicht lange um den heißen Brei herum. Dennoch sieht der 26-Jährige der WM in Italien (25. September bis 10. Oktober) positiv entgegen, denn vor den Russen bräuchte die DVV-Auswahl trotz der beiden Pleiten keine großartige Angst zu haben. Durch das harte Krafttraining hätte den deutschen Akteuren die Spritzigkeit gegen einen gerade im physischen Bereich sehr starken Gegner gefehlt. Für den gebürtigen Siegener Dünnes, im Volleyball-Internat Frankfurt geformt und gereift, wäre es eine ebenso große Freude, zum 14-köpfigen WM-Kader von Bundestrainer Raúl Lozano zu gehören, wie für seinen 35-jährigen Teamkollegen Stefan Hübner. Der routinierte Mittelblocker hofft nach seinem Rücktritt vom Rücktritt noch einmal auf eine WM-Teilnahme. „Ich habe allerdings keine Forderungen, würde mich aber natürlich freuen, wenn es klappt“, sagt Hübner. Zwei der momentan noch 16 Spieler im deutschen Kader muss der Argentinier Lozano beim Lehrgang in Heidelberg bis Ende der Woche aussortieren. Für Hübner und Dünnes wäre es auch deshalb ein besonderes Erlebnis, in Italien dabei zu sein, da beide jahrelang in der ersten italienischen Liga ihre Brötchen verdienten. Von dem WM-Favoriten Brasilien schwärmen beide in den höchsten Tönen. „Das ist eine eingeschworene Familie mit unheimlich viel Selbstvertrauen“, beschreibt Hübner die Truppe vom Zuckerhut. Dünnes zeigt sich vor allem von der Ballsicherheit und den wenigen Fehlern des Weltmeisters beeindruckt. „Aber wir werden natürlich versuchen, dagegen zu halten“, gibt sich Hübner kämpferisch. Falls die beiden Nationalspieler nicht zum Aufgebot der Testspielserie gegen Brasilien und damit auch nicht zum WM-Kader gehören sollten, schlagen sie möglicherweise dann aber am 28. November in der Köbel-Halle auf: Sollte Zweitligist TG Rüsselsheim die erste DVV-Pokalrunde erreichen, hieße der Gegner dort evivo Düren.
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Quelle: Main-Spitze
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