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Wilmas wilde Worte

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Simon Forster - ein Mann für alle Fälle

15.12.2010
Er ist der Mann für alle Fälle. Ob Annahme, Außen, Diagonal oder auf der Mitte: Simon Forster spielt auf jeder Position - mit Ausnahme des Zuspiels. Doch wenn auch hier Bedarf bestünde, würde der Achtundzwanzigjährige wohl selbst dort einspringen. Für den Neuzugang von Volleyball-Zweitligist TG Rüsselsheim genießt Priorität, was der Mannschaft dient. So hat er sich in den vergangenen Wochen zum Universalspieler entwickelt. Zwangsläufig. Denn verletzungsbedingt und aus privaten Gründen schrumpfte der ohnhin kleine Kader weiter zusammen, so dass Forster vom Außenangriff und der Annahme zuerst auf die Diagonalposition für Kapitän Tim Wacker (Muskelfaserriss) wechselte und dann auf der Mitte aushalf, weil nach Andreas Kolle (Pause) auch Manuel Lohr (Fingerbruch) ausfiel. 
 
»Natürlich würde ich meine beste Leistung auf Annahme/Außen bringen und würde gerne auf der Position vier spielen, um mich dort weiter zu entwickeln«, gibt Forster zu, betont aber: »Es macht mir überhaupt nichts aus, woanders zu spielen. Wenn es der Mannschaft hilft, mache ich das gern. Der Teamgedanke steht da für mich im Vordergrund. Und so lange wir damit erfolgreich sind, macht es ja auch Spaß.« 
 
War die Umstellung von der Außenposition vier auf die Diagonalpositon zwei nicht besonders groß, »ist es auf der Mitte schon ganz anders«, erklärt Forster, »da muss man sehr beweglich sein, um auf Außen zum Block zu kommen«. Dass er da keine Bäume ausreißen würde, war ihm klar. »Aber es war okay.« Immerhin ist der TG im Achtelfinale des DVV-Pokals gegen Erstligist Düren mit Forster im Mittelblock ein respektabler Satzgewinn gelungen. 
 
Am letzten Zweitligaspieltag in diesem Jahr beim TSV Friedberg griff der Zwei-Meter-Mann, der lange für den DSW Darmstadt in der Regionalliga gespielt hat, wieder diagonal an und steuerte zum hart erkämpften 3:2-Erfolg viele Punkte bei. So hat die TG trotz großer Personalprobleme die Hinrunde mit 16:10 Punkten abgeschlossen. Von den letzten acht Spielen verlor sie nur eines, knapp mit 13:15 im Tiebreak in Delitzsch. 
 
»Wir können mit unserer Bilanz bis jetzt absolut zufrieden sein«, findet der in Weiterstadt wohnende Diplomchemiker, der in den nächsten drei Jahren in Darmstadt promoviert und sich gut vorstellen kann, länger bei den Rüsselsheimern zu bleiben. Er ist zuversichtlich, dass das für Team am Saisonende ein Platz zwischen drei bis sechs herausspringt. 
 
Dass er nach der Rückkehr von Tim Wacker erst einmal auf der Bank Platz nehmen muss, findet er jedoch nicht schlimm. Denn auf seiner angestammten Außenangriffposition ist neben Johann Löwen derzeit Christian Hesse gesetzt. Spielte Forster zu Saisonbeginn noch in der Stammsechs, »hat sich Christian dann entschieden, extrem gut Volleyball zu spielen und stand dann zurecht zu Beginn auf dem Feld«, gönnt der Achtundzwanzigjährige seinem jungen Mitspieler den Erfolg. 
 
»Wir sind nur sieben Leute. Da ergeben sich immer wieder Chancen zu spielen«, erklärt Trainer Claude Weber und sieht in Simon Forster einen wichtigen Mann für sein Team. Schließlich habe sich der Neuzugang, der aus der Westerwälder Talentschmiede Ransbach-Baumbach stammt, in seinem ersten Zweitliga-Jahr »im Angriff schon sehr weiter entwickelt« und besitze noch »viel Potenzial«. Allein von seiner Athletik und Sprungkraft her, traut ihm der TG-Coach eine Menge zu und findet sogar: »Simon kann sich zu einem sehr guten Angreifer in der Zweiten Liga entwickeln.« 
Quelle: Darmstädter Echo
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L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
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Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
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12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
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