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06.12.2007
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Rhein-Main Volley bleibt in der Bundesliga ein gern gesehener Gast. Erwartungsgemäß bekam der personell arg gebeutelte Neuling gestern Abend auch bei Generali Haching kein Bein auf die Erde.
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Nach etwas mehr als einer Stunde und drei mehr oder weniger einseitigen Sätzen (21:25, 14:25, 18:25) war der fünfte hessische Misserfolg in fremden Hallen perfekt. Während die im Süden Münchens beheimateten Gastgeber ihrem Ziel, zumindest ein Finale zu erreichen, wieder etwas näher gekommen sind, steht "RMV"-Trainer Christian Metzger mit seiner Mannschaft am 15. Dezember nun am Scheideweg. An diesem Samstag geht es in der Köbel-Halle gegen den weiterhin punktlosen Mitaufsteiger Hamburg Cowboys, und nach Lage der Dinge darf am Untermain nur dann noch ernsthaft vom Verbleib im Oberhaus ausgegangen werden, wenn am Vorabend des 3. Advent die zweite Kerze angezündet, sprich der zweite Heimsieg eingefahren wird.
Obwohl für die Gäste in der mit 850 Fans gut besuchten Sportarena am Utzweg nicht einmal der sechste Satzgewinn in Reichweite kam, trat deren Übungsleiter keinesfalls deprimiert die Heimreise an. "In unserer Situation war das echt in Ordnung, und ich habe einige positive Aspekte gesehen. Im ersten Satz hatten wir zwar insgesamt die schlechteste Annahme, aber trotzdem haben wir sonst wirklich gut gespielt. So gut, dass die Unterhachinger sogar ein bisschen dumm geguckt haben. Die hatten sich das offenbar leichter vorgestellt", berichtet Metzger. Dessen Pendant Mihai Paduretu zollte dem Gegner bei der Pressekonferenz denn auch Respekt: "Wir haben im bisherigen Saisonverlauf noch nie so wenig geblockt wie heute." Auf der anderen Seite tat sich "RMV"-Kapitän Andreas Kolle mit fünf Blockzählern hervor.
Auffällig war in der Tat, dass die Hessen dem Favoriten vor allem über Außen ordentlich zusetzten. Insbesondere Johann Löwen war einmal sehr gut drauf, erreichte eine Erfolgsquote von 56 Prozent und war zudem stabilster Annahmespieler. Metzgers leise Hoffnung, der annehmbare erste Satz hätte befreiende Wirkung auf seine sieben "Aufrechten" gehabt, erfüllte sich indes nicht. Im Vorausblick auf das Weg weisende Duell mit den Hamburgern hatte der "RMV"-Coach Jason Octave vor dem zweiten Durchgang von der Mitte wieder auf die angestammte Diagonalposition beordert. "Es ist wichtig, dass er sich mit Sören Schneider einspielt", so Metzgers Begründung. Abstimmungsmängel mit dem jungen Zuspieler, der den schwer verletzten Michal Peciakowski bis zum Rundenende vertreten muss, blieben nicht aus. "Aber ich finde, der Sören hat das insgesamt echt gut gemacht. Und es sind natürlich tiefe Fußstapfen, in die er tritt."
Während die Bayern speziell dank des baumlangen Australiers Steve Kier und US-Boy Curt Toppel ihre Klasse demonstrierten, waren den Gästen aufgrund der personellen Misere die Hände gebunden. "Natürlich ging wenig über die Mitte. Aber niemand kann sagen, die Mannschaft hätte nicht gekämpft", sagt Metzger. Letzteres lässt hoffen, zumal sich das Lazarett lichtet. Mittelblocker Ralph Nothhaft will schon am Sonntag beim Pokal-Viertelfinale gegen SCC Berlin in Rosbach mit von der Partie sein, Außenangreifer Christian Günther soll rechtzeitig gegen die Cowboys zurückkehren.
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Quelle: Main-Spitze
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