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Wilmas wilde Worte

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Satzgewinn dank „Oldie“

29.11.2010
Sensationeller Satzgewinn für die TG Rüsselsheim: Im DVV-Pokalachtelfinale gegen Erstligist evivo Düren schaffte die ersatzgeschwächten Volleyballer der Turngemeinde eine kleine Sensation und trotzten dem haushohen Favoriten bei der 1:3-Niederlage (19:25, 22:25, 28:26, 21:25) einen Satz ab. „Das war für uns heute das perfekte Ergebnis“, machte TG-Trainer Klaus-Jürgen Weber nach der 98-minütigen Begegnung aus seiner Freude keinen Hehl. Zumal die Opelstädter auf Kapitän Tim Wacker (Oberschenkelzerrung) und Mitteblocker Manuel Lohr (Fingerbruch) verzichten mussten.

So stand „Claude“ Weber am 1. Advent ohne etatmäßigen Mittelblocker da. Doch durch den Einsatz von „Oldie“ Jens Blöcher (Mitelblock) und Christian Günther auf der Diagonalangreiferposition konnte Simon Forster auf die zweite Mittelblockerposition rücken. Dazu saß mit Carlo Wiese ein alter Bekannter aus der vergangenen Spielzeit auf der Auswechselbank, der allerdings nicht zum Einsatz kam. Das war an diesem Abend auch gar nicht nötig, da die sieben TG-Akteure ihre Aufgabe hervorragend machten. Zwar saßen auf Dürener Seite mit Stefan Hübner und Christian Dünnes zwei Nationalspieler auf der Bank, doch auch ohne die beiden deutschen Top-Volleyballer war der Erstligist bestens besetzt. Etwa mit dem Kameruner Mittelblocker Olivier Nongny, der allerdings nach dem dritten Satz von evivo-Trainer Sven Anton auf die Bank gesetzt wurde. „Der hatte heute offensichtlich ein Motivationsproblem“, kommentierte der TG-Coach die Auswechslung des Dürener Neuzugangs.

Konnte der Erstligist im ersten Satz die „Wild Boys“ aus Rüsselsheim noch relativ sicher auf Distanz halten, so änderte sich das mit zunehmender Spieldauer. Gleich mehrfach lagen die Opelstädter im zweiten Durchgang in Führung (2:1, 7:6, 9:7) und hielten bis zum 11:11 ausgezeichnet mit, ehe sich der CEV-Cup-Teilnehmer mit ein paar Punkten absetzte und diesen Vorsprung bis zum Satzende hielt. Beim Stande von 1:6 im dritten Satz rechneten wohl die meisten der rund 150 Zuschauer mit einem schnellen Ende für die Turngemeinde. Doch mit unglaublicher Kampfmoral, allen voran der immer noch angeschlagene Christian Hesse, fanden die Rüsselsheimer wieder zurück ins Spiel, glichen zum 9:9 aus und gingen beim Stande von 11:10 erstmals im dritten Durchgang in Führung.

Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein packender Pokalfight. Nach drei abgewehrten Matchbällen setzte ausgerechnet der 39-jährige „Oldie“ Jens Blöcher den entscheidenden und vielumjubelten Block zum 28:26 für Rüsselsheim. Beflügelt von diesem grandiosen Zwischenerfolg konnten die Hessen auch den vierten Satz völlig offen gestalten, auch wenn sich am Ende doch die größere individuelle Klasse der Dürener durchsetzte. Vor allen Dingen Diagonalangreifer Michael Olieman ließ trotz einiger Schwächen immer wieder seine Klasse aufblitzen und erwies sich über die gesamte Spielzeit für die Turngemeinde als „unblockbar“.
Quelle: Main-Spitze
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