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Wilmas wilde Worte

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Sachsen blocken Hessen ab

12.10.2009
Nach einer Stunde war die Luft raus. Sowohl auf als auch neben dem Spielfeld. Die Mannschaft von Rhein-Main Volley hatte im Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga Süd den zweiten Satz gegen die LE Volleys aus Leipzig letztlich so klar verloren, dass wenig Hoffnung auf eine Trendwende bestand. Zum Teil aufgrund von Frustabbau, womöglich aber auch wegen Materialermüdung, war zu diesem Zeitpunkt der eine oder andere orangefarbene Eimer einer Baumarktkette - im Vorfeld inklusive Holzstab als Stimmungsmacher unter die etwa 400 Zuschauer verteilt - zumindest nicht mehr zum Transport von Flüssigkeiten zu gebrauchen...

Um im Bild zu bleiben - viel Wasser wird wohl noch den Main hinunterfließen, bis die heimische "Bagger-Fraktion" sich wieder ernsthaft mit der Rückkehr in die erste Klasse beschäftigen kann. Von den beiden einzigen Teams, die mit 8:0 Punkten aus den Startlöchern gekommen waren, hatten die Gäste jedenfalls ungleich mehr drauf und nach 77 Minuten verdient 3:0 (26:24, 25:19, 25:19) triumphiert.

Wer ob der deutlichen Niederlage freilich einen zerknirschten Luis Ferradas erwartete, lag daneben: "Vom Ergebnis bin ich schon enttäuscht und ich hatte auch gedacht, dass wir besser spielen würden. Aber die Leipziger sind momentan einfach besser als wir, haben zwei absolut erstligataugliche Spieler und heute mit Sicherheit ihr bestes Saisonspiel gemacht. Wir sind noch nicht so weit, aber auf einem guten Weg, was die ersten anderthalb Sätze gezeigt haben. Wenn wir es schaffen, dieses Niveau zu halten, wird es in drei, vier Monaten bestimmt ein interessantes Rückspiel", so der "RMV"-Trainer.

Dass die Gastgeber dem von einem Dutzend Fans - mit echten Trommeln - begleiteten Erstliga-Absteiger nicht mehr entgegensetzen konnten, dafür gab es mehrere Gründe. Mittelblocker Jakub Strzelczyk fehlte aus beruflichen Gründen und war durch einen am Untermain gut bekannten Mann ersetzt worden, der fünfeinhalb Jahre nicht mehr ernsthaft am Netz gestanden hatte. "Manchmal macht man verrückte Dinge. Ich befürchte, meine rechte Schulter spüre ich morgen am meisten," sagte der 38 Jahre alte Jens Blöcher. Der einstige TG-Diagonalangreifer war am vergangenen Sonntag vom "RMV"-Vorsitzenden Thilo von Hagen angerufen worden und hatte nach einem Tag Bedenkzeit zugesagt. "Allein dem Thilo zuliebe und wirklich nur für dieses eine Mal."

An dem "Oldie" indes lag es am wenigsten (Ferradas: "Jens hat einen guten Job gemacht"), dass die Hessen nach einem weitgehend ausgeglichenen und ansehnlichen ersten Durchgang, der erst nach Abwehr von zwei Satzbällen verloren ging, stark abbauten. "In der Annahme hatten wir einige Probleme", gab Ferradas zu. Dieses Manko, das beiden jungen Zuspielern sichtbar zu schaffen machte, vermochte auch das erstmalige Mitwirken des lange erkrankten Liberos Peter Wellbrock nicht zu kaschieren. "Er konnte fünf Wochen nicht trainieren", betonte Ferradas.

Alle personellen Unbilden außer Acht gelassen - Kapitän Tim Wacker kuriert weiterhin seinen Jochbeinbruch aus -, hätten die Einheimischen schon einen "Schokoladentag" erwischen müssen, um den geschlossen auftretenden Gästen gefährlich werden zu können. Vor allem im Block, aber auch in Person der herausragenden Angreifer Eder Pinheiro und Erik Wiechert hatten die Sachsen deutliche Vorteile. Und sie verschlugen weitaus weniger Angaben als die Hausherren. Doch auch in diesem Punkt besteht Hoffnung, dass es in drei, vier Monaten deutlich besser aussieht. Mit oder ohne Plastikeimer auf den Rängen...
Quelle: Main-Spitze
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2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
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7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
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