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Wilmas wilde Worte

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Peciakowski reißt die Achillessehne

15.11.2007
70 Minuten haben sich die Bundesliga-Volleyballer von Rhein-Main Volley tapfer gewehrt. In jedem Durchgang hielten sie gut mit. Doch am Ende konnten sie sich für ihre beachtliche Leistung nicht mit einem Satzgewinn belohnen. Beim haushohen Favoriten Evivo Düren erlitten sie am Dienstag Abend die erwartete 0:3 (23:25, 20:25, 20:25)-Niederlage. Das Ergebnis geriet jedoch in den Hintergrund, denn Michal Peciakowski erlitt im zweiten Satz eine schwere Verletzung. Dem polnischen Zuspieler riss die Achillessehne. Damit ist für ihn die Saison gelaufen. Und Rhein-Main Volley steht mit nur noch einem Zuspieler da.

Die Personalmisere nimmt dadurch einen schon fast dramatischen Verlauf. Nach Christian Günther und Cristobal Gevert (beide Bänderriss) und dem am vergangenen Wochenende verletzt ausgeschiedenen Jason Octave wächst das Lazarett des Liganeulings auf bereits vier Mann an. Ein kleiner Trost: Octaves Rückenverletzung hat sich nun bei einer Kernspin-Tomographie weniger schlimm als befürchtet erwiesen. Wegen eines herausgesprungenen Wirbels muss der Diagonalangreifer eine Woche pausieren. Als sich Peciakowski verletzte, lag das Rhein-Main-Team im zweiten Satz mit 16:13 vorn – ein Beweis, wie gut es den Gastgebern um ihren venezolanischen Diagonalspieler Heriberto Quero Paroli geboten hat.

Das Zuspiel übernahm nun Sören Schneider, der sich trotz einer Daumenverletzung durchbiss und „gut gespielt“ hat, wie Trainer Christian Metzger fand. Mit Schneider blieb seine Mannschaft an Düren dran, hatte beim 23:23-Gleichstand in der Schlussphase den Satzgewinn vor Augen, ehe die letzten beiden Punkte doch an den Favoriten gingen.

Auch im dritten Abschnitt gaben sich die Gäste aus Hessen nicht auf. Wie Schneider hatte auch Außenangreifer Johann Löwen zuvor krankheitsbedingt nicht trainieren können, machte seine Sache aber ebenso gut wie Mittelblocker Ralph Nothhaft, der während des Spiels ein dickes Knie bekam, aber bis zum Schluss kämpfte.

Bis zum 17:18 blieb der Abstiegskandidat am Evivo-Team von Trainer Mirko Culic dran. Dann setzten sich die Gastgeber vor rund 700 Zuschauern auf 20:17 ab und bauten den Vorsprung bis 25:20 noch etwas aus.

Rhein-Main-Coach Christian Metzger wirkte nach dem Abpfiff sichtlich konsterniert. Nicht wegen der siebten Niederlage im achten Spiel, sondern wegen der schweren Verletzung von Michal Peciakowski. Dass seine Mannschaft eine gute Leistung gezeigt hat und dem geschlossen auftretenden Tabellenzweiten das Leben schwer machte, konnte ihn vor dem Pokalderby in Kriftel wenig trösten. Ohne Peciakowski wird der Klassenerhalt noch schwerer zu schaffen sein, als es ohnehin schon ist.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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