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12.11.2007
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Nach 108 Minuten mit drei hochdramatischen Sätzen und einem einseitigen vierten Durchgang bewegte sich Trainer Christian Metzger im Zwiespalt.
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Einerseits konnte er seinem phasenweise stark aufspielendem Team kaum Vorwürfe machen, andererseits stand Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley am Samstag kurz vor 22 Uhr in der Walter-Köbel-Halle nach einem Schlüsselspiel im Abstiegskampf mal wieder mit leeren Händen da. Mit 1:3 (28:26, 26:28, 23:25, 16:25) verlor der Aufsteiger vor knapp 300 Zuschauern gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen.
„Das macht unsere Mission nicht gerade einfacher“, drückte es Coach Metzger noch vorsichtig aus. Klar ist, dass Rhein-Main Volley nach gut vierwöchiger Heimspielpause am 15. Dezember in der Köbel-Halle das Kellerduell gegen die Hamburg Cowboys nun unbedingt gewinnen muss, um Minimalziel Klassenerhalt nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren.
Aus dem Spreewald kamen wahrlich keine Gurken nach Rüsselsheim. Der Vorjahres-Aufsteiger aus Brandenburg machte rasch deutlich, dass sein Überraschungserfolg gegen den Moerser SC vor Wochenfrist kein Zufall war. Kompakt und routiniert präsentierten sich die Gäste, die weit mehr zu bieten hatten als nur die Künste des aktuellen Bundesliga-Topscorers Matthias Böhme. KW-Coach Matthias Münz konnte zudem – ganz im Gegensatz zu seinem personalgeplagten RMV-Trainerkollegen Metzger – fast nach Belieben durchwechseln, was nach drei gleichermaßen ausgeglichenen wie kraftraubenden Sätzen wohl den Ausschlag gab.
Dabei begann die Partie verheißungsvoll. Durch den jüngsten Heimsieg gegen Leipzig im Selbstvertrauen gestärkt, legten Posthuma, Nothhaft und Co. über 6:4 bis zum 13:12 stets knapp vor und ließen sich danach zur Freude der wenigen, aber lautstark mitgehenden Fans auch von Rückständen nicht aus dem Konzept bringen.
Beim Blick auf die spärliche Kulisse übt sich RMV-Manager Jan Wüntscher in Geduld. Nach den vielen Problemen im Saisonvorfeld müsse man nun die Zuschauer ganz allmählich zurückerobern.
Mit der am Samstag gezeigten Moral könnte dies klappen, denn nach Jason Octaves Aufschlagserie zum 19:18 ließen sich die Hausherren auch von einem neuerlichen Hänger, der zum 20:24 führte, nicht beeindrucken. Andreas Kolle und Johann Löwen blockten gekonnt des Gegners Satzbälle ab, und über 24:24 und 26:25 holte sich der RMV doch noch Durchgang eins mit 28:26.
Gleiches Kunststück wäre dem Metzger-Team fast auch im zweiten Satz gelungen. Wieder geriet Rhein-Main Volley nach zuvor ständigem Hin und Her ab dem 19:19 anscheinend uneinholbar mit 20:24 ins Hintertreffen. Einige Rettungstaten von Libero Peter Wellbrock ließen den Gastgeber aber wieder zum 24:24 und 26:26 ausgleichen, ehe Königs Wusterhausen mit einem Aufschlag-Ass von Arvid Kinder zum 28:26 doch das bessere Ende für sich besaß.
Nicht minder packend der Verlauf des dritten Satzes, in dem Jason Octave beim 9:11 zum Pechvogel avancierte, nach einer Abwehraktion auf dem Boden liegen blieb. Vorsichtige erste Diagnose: eingeklemmter Nerv im Lendenwirbelbereich. Während Octave den Rest des Spiels von einer Trage aus verfolgte, rückte für ihn Tim Wacker auf die Diagonalposition und fügte sich gut ein.
Doch nach dem Zwischenhoch, das vom 16:20 zum 21:20 führte, klemmte es fortan im Angriffsspiel von Rhein-Main. Die Netzhoppers holten sich mit starken Aufschlägen noch den Satz mit 25:23 und hatten mit ihrer 2:1-Führung ganz offenbar den Widerstand der Hausherren gebrochen.
Schlafmützig und unkonzentriert geriet der RMV im vierten Durchgang rasch mit 0:5 ins Hintertreffen und auch Metzgers frühe Auszeit konnte nichts mehr wenden. Erst nach dem 2:10 rappelte sich Rhein-Main Volley wieder auf, lief dem Rückstand aber gegen einen konzentrierten und kompakten Kontrahenten bis zum 16:25 vergeblich hinterher.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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