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Wilmas wilde Worte

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Octave und Löwen punkten

05.10.2007
Rhein-Main Volley zeigt trotz des 0:3-Saisonstarts in der Bundesliga gute Ansätze, hat aber noch viel zu tun – In Schlussphasen machen sich Abstimmungsprobleme bemerkbar
Vor zwei Jahren hat die TG Rüsselsheim ihr Auftaktspiel in der Volleyball-Bundesliga gegen Oststeinbek mit 2:3 in der Köbel-Halle verloren. Nun war auch Aufsteiger Rhein-Main Volley, nach dem Zusammenschluss der Zweitligisten TG Rüsselsheim und Eintracht Wiesbaden neu gegründet, kein Erfolg beschieden.

Zum Erstliga-Start musste sich die Mannschaft von Trainer Christian Metzger am Mittwoch gegen Mitaufsteiger VC Bad Dürrenberg/Spergau in der mit knapp 500 Zuschauern besetzten Köbel-Halle mit 0:3 (22:25, 17:25, 25:27) geschlagen geben. „Das war echt schade“, meinte der Rhein-Main-Coach, „im ersten und dritten Satz war was drin.“

In den spannenden Schlussphasen beider Durchgänge machten sich aber Abstimmungsprobleme bemerkbar, mit denen sein erst spät vor Saisonbeginn formiertes Team erwartungsgemäß noch kämpfte. Außerdem schlichen sich individuelle Fehler ein, vor allem im Aufschlag und in entscheidenden Phasen auch in der Annahme.

So geriet Rhein-Main im ersten Satz ab 19:19 mit 19:22 und 20:23 in Rückstand. Bei 21:23 und 22:24 waren die Gastgeber auf zwei Punkte dran, um am Ende mit 22:25 das Nachsehen zu haben. Der dritte Abschnitt entwickelte sich noch enger.

Da konnte das Metzger-Team mehrfach einen Ein- bis Zwei-Punkte-Rückstand ausgleichen und lag nach einem erfoglreichen Angriff von Johann Löwen bei 23:23 nur zwei Ballpunkte vom Satzgewinn entfernt. Löwen und danach Jason Octave, die beide über Außen am meisten Punkte einfuhren für Rhein-Main, konnten bei 23:24 und 24:25 jeweils einen Matchball abwehren.

Doch dann machten die Gäste aus Sachsen-Anhalt mit einem Angriff über ihre starke Mitte und mit einem Schlag des treffsicheren Diagonalspielers Haroldas Cyvas nach langen anderthalb Stunden Spielzeit den Sieg perfekt.

Christian Metzger mochte allerdings nicht zu sehr ins Gericht gehen mit seiner Mannschaft: „Ich kann nicht sagen, dass ich total unzufrieden bin.“ Dafür, dass der Kader erst vier Tage vor Rundenstart komplett war, sei es gar nicht so schlecht gelaufen, „aber in den entscheidenden Phasen haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht.“

Der Rhein-Main-Coach sah Bad Dürrenberg/Spergau vor allem im Aufschlag und Block besser, empfand den VC dennoch als schlagbaren Gegner am Mittwoch und sprach daher von einer „verpassten Chance“ auf den ersten Saisonsieg. Das empfand auch Thilo von Hagen vom Rhein-Main-Vorstand so: „Dürrenberg war kein übermächtiger Gegner.“

Nach Meinung des früheren TG-Zuspielers „hätten wir den ersten und dritten Satz auch gewinnen können. Vor allem den dritten hätten wir eigentlich gewinnen müssen – bei den vielen Punktballchancen, die wir hatten.“ Auch wenn zwei Sätze knapp ausgingen, ist für von Hagen ganz klar: „Wenn man 0:3 verliert, kann man nicht zufrieden sein. Da gibt es noch viel zu tun.“

Außenangreifer Christian Günther, mit Andreas Kolle einzig verbliebener Spieler aus dem TG-Team und am Mittwoch nur zu einem Kurzeinsatz gekommen, sah jedoch „gute Ansätze“, die bei den nächsten Spielen auf einen besseren Ausgang hoffen lassen. In seinen Augen hat Jason Octave „ein Bombenspiel gemacht“. Der dunkelhäutige Diagonalspieler, der von der Karibikinsel St. Lucia stammt und zuletzt in der ersten amerikanischen College-Liga ans Netz ging, erhielt erst kurz vor Spielbeginn die internationale Freigabe und erwies sich als immens wichtig für Rhein-Main Volley. Zusammen mit Johann Löwen bildete er die Aktivposten der Mannschaft.

Spielt sich das Team von Christian Metzger, der beim Coaching von Co-Trainer Christian Kilgus unterstützt wurde, besser aufeinander ein, ist der erste Sieg sicher bald möglich. Gelegenheit dazu gibt es schon am morgigen Samstag um 19.30 Uhr bei der SG Eltmann.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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