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11.10.2010
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In den vergangenen beiden Spielrunden haben sie zu Hause in der Walter-Köbel-Halle nur wenige Male verloren und viele gute Partien gezeigt. Auch zu Beginn dieser Saison waren sie dem VC Dresden mit 3:0 daheim deutlich überlegen gewesen. Doch am Samstag kamen die Zweitliga-Volleyballer der TG Rüsselsheim gegen den TSV Grafing unter die Räder und blieben ohne Satzgewinn. Das 0:3 sieht zwar klarer aus, als es sich in den Satzergebnissen und im Spielverlauf widerspiegelt.
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Immerhin wehrten sich die Gastgeber 80 Minuten lang.
Doch letztlich war nichts drin für sie gegen den starken, noch ungeschlagenen Aufsteiger aus Bayern. Vom Tiebreak wie bei den vergangenen beiden Spielen in Mendig und Dachau waren sie diesmal weit entfernt. Erst zwei Punkte sind der Turngemeinde in den ersten fünf Rundenbegegnungen gelungen. Derzeit steht sie auf dem fünftletzten Platz.
Während Rüsselsheim weiter ohne Mittelblocker Andreas Kolle (verletzt) auskommen musste, wurde bei den Gästen Armin Dewes vermisst. Der 2,12 Meter große Mittelmann, der vor Saisonbeginn aus Studiengründen vom Erstligisten Unterhaching zum TSV gewechselt war, lag mit Fieber im Bett, wie der Grafinger Trainer Jürgen Pfletschinger mitteilte. Auch Norbert Kunstek, ein weiterer Erstliga-erfahrener Neuzugang, war nicht dabei, weil er berufsbedingt vornehmlich nur die Heimspiele bestreitet. Doch die Ausfälle des Gegners konnten die TG-Volleyballer nicht nutzen.
Vor weniger als 200 Zuschauern vermochten sie kaum, ihr Potenzial abzurufen, wirkten verkrampft und machten es Grafing nicht allzu schwer, mit dem vierten Saisonsieg die Heimreise anzutreten. Im ersten Satz gaben die Gastgeber eine 14:11-Führung aus der Hand und gerieten in der Schlussphase von 20:20 mit 20:23 in Rückstand. Johann Löwen verkürzte auf 21:23, ehe Grafing mit dem durchschlagkräftigeren Angriff auf 25:21 davonzog. Die beste Phase des Matches hatte die TG im zweiten Durchgang, als sie sich auf 13:10 absetzte. Mehrere Angriffsbälle setzte sie dann aber ins Aus, leistete sich leichte Fehler in der Abwehr und brachte den Regionalliga-Meister aus der Nähe von München wieder ins Spiel.
Dennoch ging es bis zum Schluss ausgeglichen zu. Neuzugang Simon Forster, der im zweiten Abschnitt mit Sprungaufschlägen, effektivem Angriff und guten Abwehraktionen auf sich aufmerksam machte, sorgte für einen Satzball zum 24:23. Grafing wehrte ab. Johann Löwen versenkte einen Ball im gegnerischen Feld zum 25:24. Doch die Schiedsrichter sahen dabei einen Übertritt und schrieben dem Gegner den Satzball zu - den der TSV mit einem Block auch prompt zur 2:0-Satzführung nutzte. Danach wirkten die Gastgeber angeschlagen, gerieten früh mit 5:9 und dann mit 10:17 ins Hintertreffen und mussten Grafing schließlich den verdienten Sieg überlassen.
»Da war heute mehr drin», meinte Claude Weber nach dem Abpfiff, »aber wir haben im gesamten Spiel mit angezogener Handbremse gespielt«. So hatte die Zuschauer letztlich nur TG-Maskottchen Wilma erheitern können. Die Steinzeitdame zeigte ganz neue Seiten an sich und präsentierte in den Satzpausen hervorragende, vielbeklatschte Breakdance-Einlagen, mit denen sie die fehlenden Cheerleader locker ersetzte. Hätten die Spieler eine ähnliche Unbekümmertheit an den Tag legen können, die Chancen auf den zweiten Saisonsieg wären allemal da gewesen.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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