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09.11.2007
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Nach seinem 3:0-Heimsieg über Leipzig hatte sich Volleyball-Bundesligist Rhein-Main Volley erhofft, beim SSC Berlin länger mitzuhalten.
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Doch nach nur 61 Minuten am Mittwoch Abend war die Niederlage mit 0:3 (14:25, 15:25, 19:25) schnell besiegelt. Während Berlin auf den zweiten Tabellenplatz kletterte, fielen die Hessen auf den vorletzten Rang zurück und stehen wieder auf einem Abstiegsplatz. Denn Mitaufsteiger Bad Dürrenberg/Spergau hat am Montag gegen Eltmann überraschend klar mit 3:0 zu Hause gewonnen und sich auch vor die Netzhoppers Königs-Wusterhausen von der vorletzten an die viertletzte Position gesetzt.
„Da war nichts drin“, meinte Rhein-Main-Zuspieler Michal Peciakowski. Doch bis auf Außenangreifer Mark Posthuma, der in den Augen von Peciakowski seine Klassevorstellung vom vergangenen Wochenende wiederholte, konnten die Rhein-Main-Spieler dem Favoriten kein Paroli bieten.
„Berlin hat uns sehr ernst genommen und von Anfang an sehr konzentriert gespielt“, fand der 26-jährige Pole. Offensichtlich hatten die Gastgeber Respekt vor seiner Mannschaft und wollten nach ihrer 0:3-Schlappe gegen Düren auf keinen Fall etwas anbrennen lassen.
Mit der Stamm-Sechs beginnend, kaufte der SCC dem Team von Trainer Christian Metzger gleich mit fünf Punkten in Folge den Schneid ab. Mit 25:14 endete der erste Satz sehr deutlich. Auch in den nächsten beiden Durchgängen gelangen den Hessen nur wenig mehr Punkte. Gegen den Tabellenzweiten um seinen herausragenden Zuspieler Jaroslav Skach und den starken Marcus Böhme in der Mitte musste sich Rhein-Main vor rund 800 Zuschauern in der lediglich zu einem Drittel gefüllten Sporthalle in Charlottenburg somit wie erwartet klar geschlagen geben.
Was nimmt der Abstiegskandidat mit aus solch einem Spiel? „Wir haben gesehen, dass wir noch viel lernen müssen“, betont Peciakowski. Sein Team sei auf dem Boden der Tatsachen zurück und werde nicht abheben, wenn es nun am morgigen Samstag um 20 Uhr in der Köbel-Halle gegen die Netzhoppers aus Königs-Wusterhausen, einem Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, geht.
„Wir sind da bestimmt kein Favorit“, sieht Peciakowski seine Mannschaft eher als Außenseiter. Mit einer Leistung wie gegen Leipzig bestünden natürlich gute Chancen, aber die will erst mal wiederholt sein. In Berlin konnte Rhein-Main nicht daran anknüpfen. Soll dies nun anders sein, „müssen wir uns sehr konzentrieren“, ist Peciakowski klar.
Allerdings ging Königs-Wusterhausen um seinen Trainer Matthias Münz am Mittwoch in Leipzig leer aus. Nach dem 1:1-Satzausgleich musste es sich mit 1:3 geschlagen geben. Dennoch hat die Mannschaft aus der größten Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald, die nach sechs Jahren in der Zweiten Liga Nord 2006 in die Bundesliga aufstieg und den Klassenerhalt geschafft hat, bereits zwei Punkte mehr aufs Konto gebracht als Rhein-Main Volley und steht in der Tabelle vor dem RMV.
Wie gut sie spielen können, haben die Netzhoppers am Wochenende bei ihrem 3:1-Heimsieg über den Moerser SC unter Beweis gestellt. Besser noch als Georg Grozer junior, der Sohn von SC-Coach und Volleyball-Ikone Georg Grozer, war der 2,03 Meter große Diagonalangreifer von Königs-Wusterhausen, Matthias Böhme, der es auf 21 Punkte brachte und damit auf drei mehr als Grozer.
Übrigens geht es bereits am Dienstag um 20.15 Uhr mit dem Spiel bei Evivo Düren weiter – es ist der vierte Einsatz in elf Tagen für das Metzger-Team. Danach folgt dann eine lange Rundenpause bis zum Auswärtsspiel in Haching am 5. Dezember.
Dazwischen ist RMV noch im Pokal gefordert. Dabei kommt es – wie berichtet – am 18. November im Achtelfinale bei Zweitligist TuS Kriftel zum attraktiven Rhein-Main-Derby.
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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