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26.01.2012
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Seit April vergangenen Jahres hatte er nicht mehr gespielt. Von einer schweren Waden- und Achillessehnenverletzung geplagt, musste Johann Löwen neun Monate pausieren. Doch nun ist er wieder dabei und hat Volleyball-Zweitligist TG Rüsselsheim gleich zu einem 3:1-Heimsieg über den Tabellenvorletzten TSV Stuttgart verholfen. Trainer Luis Ferradas war voll des Lobes: „Johann ist ein Kämpfertyp.
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Er ist sehr erfahren und solide in der Annahme. Er hat uns arg geholfen.” Johann Löwen meinte in seiner bescheidenen Art: „Das war schon ganz gut. Die Annahme stand super. Und Christian Hesse hat einen sehr guten Tag erwischt.”
Seine eigene Leistungsfähigkeit schätzt der ehemalige Bundesligaspieler der TG Eltmann, der seit viereinhalb Jahren für die TG aufschlägt und 2008 ins erste „All Star Team“ der Deutschen Volleyball-Liga gewählt worden war, bei 80 Prozent. Zumal er erst mit Jahresbeginn richtig zu trainieren begonnen hat.
Während die Achillessehne hält und keine Schmerzen mehr bereitet, „verkrampft sich immer mal wieder meine Wade. Ganz beschwerdefrei werde ich da nie mehr sein”, bedauert der 29 Jahre alte Außenangriff- und Annahmespieler. „Das werde ich vor allem nach den Spielen merken.”
Dennoch hatte er nach eigenem Bekunden viel Spaß am Sonntagnachmittag in der Köbel-Halle, wo rund 200 Fans sein Comeback freudig begrüßten. „Es war ein gutes Spiel von uns. Aber dass wir den dritten Satz verloren haben, hätte nicht sein müssen. Das waren drei, vier Fehler zum falschen Zeitpunkt.” Zweifel am Sieg hatte Johann Löwen jedoch nicht, da sich sein Team nach einem schwachen Start zu Beginn der Partie recht schnell fangen konnte und den Stuttgartern im vierten Durchgang früh davongezogen ist.
In der Rolle des Führungsspielers sieht sich der 1,92 Meter große Athlet als Ältester und Erfahrenster in der neuformierten TG-Mannschaft allerdings noch nicht wieder. „Da muss ich erst hineinwachsen. Ich komme ja in ein funktionierendes Team rein und habe bisher nur mit einigen zusammen gespielt.” Da seine jungen Mitspieler sehr engagiert und ehrgeizig seien („Jeder ist bereit, etwas Neues zu lernen”), ist er sicher, „dass da noch viel möglich ist mit Luis als Trainer”. Zumal es nach vielen Jahren in Rüsselsheim endlich einmal einen breiten Kader gebe.
„Das hat mich sehr überrascht, dass das geklappt hat. Aber ich bin auch sehr froh darüber.” Im Training sei es erst mal ungewohnt gewesen. „Waren wir früher oft nur zu sechst oder siebt in der Halle, sind jetzt teilweise 14 Leute da.“ Vorbei scheinen erst mal die schweren Zeiten zu sein, als sich Stammspieler wie er wegen eines dünnen Kaders trotz Beschwerden durchbeißen mussten. „Letzte Saison habe ich mit Schmerzen gespielt. Das hat keinen Spaß mehr gemacht”, sagt der in Frankfurt wohnende Entwicklungs-Ingenieur.
Die Planung des Topscorers, über den in der vergangenen Saison rund 70 Prozent aller Angriffe liefen, reicht erst einmal nicht weiter als bis zum Rundenende: „Dann gucke ich, ob ich fit bleibe.” Bis dahin will er seiner Mannschaft helfen, ihr Ziel zu erreichen. Und das lautet: „Erst mal die Klasse sichern”, wie Löwen betont. Der Sieg über Stuttgart sei dafür schon mal sehr wichtig gewesen.” Nun hat die TG vier Punkte Vorsprung zur Abstiegszone.
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Rüsselsheimer Echo
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