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Wilmas wilde Worte

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Nur bei Anfeuerungsrufen auf Augenhöhe

17.03.2008
Der zweite Heimsieg zum Abschluss der Bundesligasaison war Absteiger Rhein-Main Volley gegen SV Bayer Wuppertal nicht vergönnt. Trotz der 1:3 (21:25, 25:23, 17:25, 17:25)-Niederlage war aber wenigstens noch einmal mächtig Stimmung in der Walter-Köbel-Halle.
Das lag vornehmlich an den mitgereisten Wuppertaler Fans, die sich - angeführt von zwei Trommlern - mit den heimischen Cheerleader, den "Chevy Girls", lautstarke Anfeuerungsduelle lieferten. Obwohl der Abstieg der "Volleys" in die Zweite Bundesliga Süd bereits seit einigen Wochen feststand, saß die Enttäuschung bei "RMV"-Coach Christian Metzger nach dem 18. Misserfolg tief. "Der Knackpunkt war der erste Satz, wo wir eine Drei-Punkte-Führung noch aus der Hand gegeben haben. Das war ein Spiegelbild der Saison", resümierte Metzger, der am Samstag zum letzten Mal auf der Trainerbank saß.

Zwar schaffte es sein Team, den zweiten Satz für sich zu entscheiden, doch im dritten Durchgang verlor es dafür total den Faden. Zahlreiche Fehler in Annahme und Aufschlag brachte die Hessen ziemlich schnell deutlich in Rückstand. Auch im vierten Durchgang lagen die Hausherren innerhalb kürzester Zeit 1:5 hinten, glichen zwar noch mal zum 6:6 aus, doch am Ende stand ein ungefährdeter 3:1-Sieg der Gäste zu Buche, die die Runde als Tabellenzehnter beendeten und in der kommenden Saison als "Wuppertal Titans" auf Punktejagd gehen werden.

Ein besonderes Lob hatte Metzger nach der Begegnung für Zuspieler Sören Schneider parat: "Er ist für mich der Aufsteiger der Saison", lobte der scheidende Coach seinen Schützling, der Michal Peciakowski nach dessen Achillessehnenriss Ende vergangenen Jahres auf der Zuspielposition ersetzte und sich stetig zu steigern wusste. "Ich hatte eine gute Zeit mit den Jungs. Ich hoffe, dass sie im nächsten Jahr den Wiederaufstieg schaffen", so Metzger, der der Mannschaft für die kommende Saison die Daumen drückt.

Diese soll möglichst zusammenbleiben, wenn es nach "RMV"-Manager Jan Wüntscher geht. "Es macht nur Sinn, wenn der Stamm der Mannschaft für die kommende Saison zusammengehalten werden kann. Bislang hat nur Johann Löwen für die nächste Saison unterschrieben. "Das ist aber mehr, als wir in den letzten Jahren zu diesem frühen Zeitpunkt hatten", flachste Wüntscher. Die Profis Jason Octave und Mark Posthuma dürften nicht zu halten sein. Octave wird wohl wieder in die USA zurückkehren, und Posthuma liegen bereits Angebote aus der Bundesliga vor.

Wüntscher will nun geordnete und professionelle Strukturen schaffen, um ein derartiges Durcheinander wie vor der abgelaufenen Saison zu verhindern, als Christian Metzger kurzfristig als Trainer einsprang, aber das Team einen längeren Trainingsrückstand aufwies. Möglichst frühzeitig wollen die Verantwortlichen von Rhein-Main Volley diesmal ihr Team unter Dach und Fach haben, um den Wiederaufstieg in Angriff nehmen zu können. Als Termin sei der 1. April angedacht. Der neue Trainer sollte jemand sein, der bereit ist über Jahre etwas aufzubauen, so Wüntscher "Das wird mit unseren reduzierten Möglichkeiten in der Zweiten Bundesliga natürlich schwer", so der "RMV"-Manager. Ob überhaupt noch einmal erstklassiges Volleyball in der Köbel-Halle zu sehen sein wird?
Quelle: Main-Spitze
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