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23.09.2011
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Fast zweieinhalb Stunden haben sie sich gewehrt, einen 0:2-Satzrückstand aufgeholt und den Tiebreak erzwungen. Doch am Ende mussten sich die Volleyballer der TG Rüsselsheim zum Saisonauftakt in der Zweiten Bundesliga Süd der FT 1844 Freiburg doch mit 2:3 zu Hause geschlagen geben. Am Sonntag sind sie nun um 16 Uhr beim TSV Georgi-Allianz Stuttgart gefordert
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und wollen hier erreichen, was sie am zurückliegenden Samstag versäumt haben. Ein Sieg über den Aufsteiger wäre sehr wichtig, weil er zu den direkten Konkurrenten zählt und weil danach ein schweres Programm für die Turngemeinde folgt.
Trainer Luis Ferradas, der nach 1993/94 und 2009/10 zum dritten Mal die Verantwortung in Rüsselsheim trägt, musste mit seiner Mannschaft allerdings eine neue Hiobsbotschaft verkraften. Nachdem in der vergangenen Woche beide Stammaußenangreifer, Christian Hesse und Anton Borger, wegen Verletzung und Krankheit gefehlt hatten und dadurch gehandicapt ins Spiel gegen Freiburg gingen, ist nun Neuzugang Paul Becker erkrankt. „Der Arzt hat gesagt, er kann weiter trainieren, muss aber aufpassen und schauen, wie es ihm dabei geht“, berichtete Ferradas, der den zwanzigjährigen, in Mainz wohnenden Beachspezialisten wohl erst einmal nicht voll einsetzen kann. Doch wird Paul Becker, trotz einer zweijährigen Hallenpause auf der für ihn ungewohnten Diagonalposition einer der auffälligsten Spieler des vergangenen Wochenendes im jungen, umformierten TG-Team, mit nach Stuttgart fahren.
Nach der Partie gegen Freiburg hatte der ehemalige Jugendnationalspieler erklärt: „Ich kann hier bei der TG viel Erfahrung sammeln, und bei Luis Ferradas und mit den anderen Jungs macht es Megaspaß.“ So hofft Becker sehr, auch mit der Erkrankung weiter trainieren und spielen zu können. Auf seine Mannschaft wartet am Sonntag ein Gegner, der zum Saisonauftakt ebenfalls eine Niederlage hinnehmen musste – bei Titelfavorit Eintracht Mendig mit 0:3 die erwartet klare. Allerdings konnte sich der TSV mit Jan Zimmermann (Zuspiel) und Philipp Trenkler (Außenangriff) verstärken, zwei achtzehnjährige Juniorennationalspieler des benachbarten Erstligisten TV Rottenburg. Und Trainer Christian Hohmann betonte vor der Spielzeit: „Wir möchten nicht nur ein bisschen rumschnuppern oder der Exot der Liga sein.”
So muss sich das Ferradas-Team am Wochenende auf starke Gegenwehr gefasst machen. Auf die Hilfe von Zuspieler Thilo von Hagen, der seine Mitspieler zuletzt mit einer Glanzleistung zum 2:2-Satzausgleich geführt hatte, müssen sie dabei jedoch verzichten, da der Routinier nur bei den Heimpartien aufläuft. Und auch Johann Löwen steht derzeit nicht zur Verfügung. Der angriffstärkste Spieler der vergangenen Jahre erklärte am Rande der Partie gegen Freiburg, eine Pause einlegen zu müssen: „Meine Achillessehnenbeschwerden wurden über den Sommer immer schlimmer. Ich kann nicht mal mehr schmerzfrei spazieren gehen.“
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Rüsselsheimer Echo
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