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Wilmas wilde Worte

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Neuausrichtung als "Wundertüte der Liga"

20.09.2008
Die eigene Homepage noch ohne Spielerporträts, die Kaderliste auf der Internetseite der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) lückenhaft: Wer sich in der Woche nach dem Saisonstart in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, über Rhein-Main Volley informieren wollte, hatte es nicht leicht. Seit Donnerstag indes besteht Hoffnung auf Besserung.
Für den Abend war ein Fototermin in der Köbel-Halle anberaumt, und am Nachmittag hatte die Redaktion nach längerer Funkstille eine offizielle Presseinformation erreicht. Dass die nach dem Abstieg aus der Eliteliga in weiten Teilen neu formierte "RMV"-Mannschaft heute Abend (20 Uhr) von der Kaderschmiede des VCO Kempfenhausen erstmals gefordert sein wird, war freilich keine Neuigkeit. Dass der neue Trainer Thilo von Hagen aus beruflichen Gründen die Premiere am Starnberger See fehlen und durch Jan Wunderlich (bislang Internat Frankfurt) verpassen wird, schon. "Das wird eine einmalige Sache bleiben", versichert von Hagen.

Was das Fehlen des "Chefs" mit sich bringen wird, bleibt abzuwarten. Schließlich ist von Hagen auch als Ersatzzuspieler vorgesehen, was bedeutet, dass Neuzugang Samuel Bragg auf Anhieb auf sich alleine gestellt ist. "Er muss sich noch steigern und darf ruhig selbstbewusster werden", so von Hagen über den 21-jährigen Briten, der für die Olympischen Spiele 2012 in London aufgebaut werden soll. Verbesserungswürdig indes scheint bei Rhein-Main Volley in diesen Tagen einiges. "Das Zusammenspiel ist die größte Baustelle", räumt der Coach und Vereinsboss in Personalunion ein. Was nicht sonderlich verwundert, denn die Vorbereitung war nur mit wenigen Testpartien und einem Turnierbesuch in Bottrop durchsetzt. "Ein paar Spiele mehr hätten es sicherlich sein können", sagt von Hagen, einer von fünf verbliebenen Akteuren aus der Saison 2007/08.

Entsprechend fällt es dem 37-Jährigen schwer, das Leistungsvermögen seines Kollektivs um den neuen Spielführer Tim Wacker einzuschätzen. "Ich denke, wir werden so ein bisschen die Wundertüte der Liga sein, sprich für positive wie negative Überraschungen sorgen. Unsere Stärken dürften in Annahme und Aufschlag liegen. Ich hoffe einfach, dass wir uns als Team besser als zuletzt präsentieren und weniger vom Verletzungspech betroffen sind. Da wir uns aber in einer Phase der Neuausrichtung befinden, sollte man nicht zu viel erwarten. Die Liga wird insgesamt sehr ausgeglichen sein. Die Favoriten sind Delitzsch, Bühl, Freiburg und Kriftel. "

Da einige dieser Mannschaften bereits im ersten Viertel des Programms auf "RMV" treffen, wäre es äußerst hilfreich, wenn dem Auftakt - inklusive des folgenden Gastspiels bei Aufsteiger VGF Marktredwitz - Erfolg beschieden wäre. "Die ersten beiden Spiele sollten wir schon gewinnen", so von Hagen - wohl wissend, dass am 4. Oktober FT Freiburg erster Gast in der Köbel-Halle sein wird. Und danach geht´s nach Kriftel, wo mittlerweile acht ehemalige TG- oder "RMV"-Spieler in Aktion treten...

Stichwort TuS Kriftel: Mit diesem Verein mischte einst ein Trainer in der ersten Liga mit, den es nach zehn Jahren bei den Frauen nun offenbar zurück zu den Männern zieht. Luis Ferradas, im Dezember beim VC Wiesbaden in Ungnade gefallen, bringt sich jedenfalls regelmäßig bei Rhein-Main Volley als Berater ein. "Ich lerne jede Minute etwas. Unter so einer Persönlichkeit hätte ich gerne mal trainiert", berichtet von Hagen. Nahe liegend, dass bei "RMV" alles versucht werden soll, den Argentinier für die Runde 2009/10 "richtig" zu gewinnen. Eine ansprechende aktuelle Saison dürfte in dieser Richtung bestimmt kein Fehler sein.
Quelle: Main-Spitze
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Aktuelle Ergebnisse

TG 1862 Rüsselsheim 2
L.E. Volleys 3
TG 1862 Rüsselsheim 3
VC Eintracht Mendig 1

Tabelle 2009 / 2010

1. GSVE Delitzsch42:10
2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
4. FT 1844 Freiburg36:16
5. ASV Dachau34:18
6. TuS Durmersheim32:20
7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
8. VSG Coburg/Grub24:28
9. VYS Friedrichshafen22:30
10. VC Eintracht Mendig20:32
11. TSV Grafing16:36
12. TSV Friedberg16:36
13. TSV GA Stuttgart14:38
14. VCO Kempfenhausen2:50
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