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22.09.2008
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Aller Anfang ist bekanntlich schwer und deshalb werden Auftaktsiege besonders gerne mitgenommen. Die massiv umgekrempelte Mannschaft von Rhein-Main Volley hat in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, nach einem beängstigenden Start jedenfalls noch erfolgreich die Kurve gekriegt.
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Der Erstliga-Absteiger vom Untermain setzte sich beim VCO Kempfenhausen nach effektiven 89 Spielminuten 3:1 (15:25, 26:24, 25:22, 25:15) durch und legte am Starnberger See den Grundstein für eine stressfreie Runde. Obwohl dieser erste Schritt eigentlich als Pflichtsieg einzustufen ist - die VCO-Talente beendeten die Saison 2007/08 als Tabellenvorletzter, können als Internat aber nicht absteigen -, so wäre es falsch, den ersten "RMV"-Erfolg als selbstverständlich abzutun. Einmal musste die Mannschaft ohne ihren Trainer, respektive Ersatzzuspieler auskommen. Anstelle von Thilo von Hagen, der beruflich gebunden war, sprang Jan Wunderlich (zuletzt Internat Frankfurt) als Coach in die Bresche.
"Das hat insgesamt gut funktioniert", sagt Manager Jan Wüntscher. Darüber hinaus konnte der Gast nicht in Optimalbesetzung zu Werke gehen: Der nach einer Saison zurückgekehrte Mittelblocker Jakub Strelczyk hatte sich eine Muskelverletzung im Rücken zugezogen und wurde - im Hinblick auf anstehende Duelle mit Gegnern anderen Kalibers - geschont. Für ihn rückte der etatmäßige Außenangreifer Thomas Weigel in die Mitte.
Dass es nach vergleichsweise wenigen Testspielen in der Vorbereitung nicht von Beginn an laufen würde, davon war auszugehen gewesen. Dass die Bayern, trotz etlicher verschlagener Angaben, die Hessen im ersten Satz um zehn Punkte distanzieren würden, hätte freilich keiner gedacht. "Unsere Fehlerquote in der dunklen Halle war extrem hoch. Man hat aber auch stark gemerkt, dass es bei der Abstimmung hapert und wir einen jungen Zuspieler haben, der das erste Mal in der Bundesliga unter Druck spielte", so Wüntscher.
Wie alle Gästeakteure wusste sich auch der Engländer Sam Bragg kontinuierlich und deutlich zu steigern. "Das war einfach schön, wie alle gekämpft, sich gegenseitig angefeuert und als Mannschaft aus eigener Kraft da rausgezogen haben", berichtet Wüntscher. Im zweiten Durchgang wurde zwar erst der zweite Satzball genutzt und im dritten Abschnitt sorgten kleinere Einbrüche wieder für Spannung. Doch im vierten Satz versenkten dann speziell Johann Löwen und Jörn Freiwald die Bälle fast nach Belieben im Feld des nun chancenlosen VCO Kempfenhausen.
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Quelle: Main-Spitze
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