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Wilmas wilde Worte

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Nach "vollen Hosen" wieder Taten gefragt

09.11.2007
Wie gewonnen, so zerronnen: Vier Tage durfte sich die Mannschaft von Rhein-Main Volley dem wohligen Gefühl des ersten Bundesliga-Saisonsieges hingeben, um dann vom SCC Berlin auf extrem unsanfte Weise auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden.
Annähernd 72 Stunden nach der 0:3-Lehrstunde in der Hauptstadt müssen die "Volleys" dieses Negativerlebnis verarbeitet und sich wieder berappelt haben. Mit Netzhoppers Königs Wusterhausen geht es ab 20 Uhr in die Köbel-Halle gegen ein Kollektiv, das der Aufsteiger nach den bisherigen Eindrücken bezwingen kann - vielleicht sogar müsste. Schließlich unterlag die Truppe aus der südöstlichen Peripherie Berlins (Spreewald) am Mittwoch parallel zu "RMV" bei jenem VC Leipzig 1:3, der am vergangenen Samstag am Untermain sang- und klanglos 0:3 untergegangen war.

Dass Christian Metzger dennoch ein "schweres Spiel" auf sich und seine Schützlinge zukommen sieht, geht denn auch über die dürftige Vorstellung in Berlin hinaus. "Die Jungs hatten richtiggehend die Hosen voll. Es war relativ schnell erkennbar, dass an diesem Abend gegen diesen athletischen Gegner nichts auszurichten sein würde. Aber selbst wenn bei uns alles optimal gelaufen wäre, hätten wir vermutlich 0:3 verloren. Dennoch wäre es mir lieber gewesen, wenn es etwas enger zugegangen wäre", erzählt der "RMV"-Coach. Dessen Respekt vor den Brandenburgern, die in der Saison 2205/2006 als einer der besten Zweitligameister aller Zeiten (50:2 Punkte) in die höchste Spielklasse aufgerückt sind, ist seit deren 3:1-Coup am 3. November über den Moerser SC noch größer geworden. "Eine homogene und durch die vielen ehemaligen Spieler vom VC Olympia Berlin auch sehr talentierte Mannschaft. Und mit Matthias Böhme haben die momentan den Topscorer der Liga in ihren Reihen."

Da sich die intensive Videovorbereitung gegen Leipzig bezahlt gemacht hat, verbrachte Metzger gestern etliche Stunden vor dem Bildschirm. "Es darf auf keinen Fall wieder passieren, dass taktische Vorgaben so über Bord geworfen werden, wie in Berlin. So etwas ärgert mich mehr als deutliche Niederlagen. Von solchen Dämpfern darf man sich als Profi nicht runterziehen lassen. Am Samstag fängt alles wieder bei Null an. Die Frage wird sein, welches Team zuerst Vertrauen in seine Stärken fasst", sagt Metzger. Nahe liegend, dass der 36-Jährige es gerne sehen würde, wenn seine zehn einsatzfähigen "Baggerer" - der Chilene Cristobal Gevert und Christian Günther kurieren weiterhin ihre Bänderrisse aus - analog zur zurückliegenden Hausaufgabe in Führung gingen. "Das wäre bestimmt hilfreich, aber wohl kaum wieder eine Vorentscheidung."

Trotz des wenig erbaulichen Auftritts in Leipzig ist der Optimismus beim samstäglichen Gegner übrigens ungebrochen: "Rhein-Main Volley ist schlagbar, wir dürfen die Mannschaft aber nicht unterschätzen. Schließlich haben sie zuletzt Leipzig zu Hause 3:0 besiegt", wird Netzhoppers-Assistenztrainer Elmar Harbrecht zitiert. Mal sehen, wer am Samstag das letzte Wort hat...
Quelle: Main-Spitze
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