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Wilmas wilde Worte

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Mit Holzstäbchen zur Einheit

05.11.2007
Vielleicht lag es ja an diesen ominösen Holzstäbchen, die zusammengebunden am Rande des Spielfeldes lagen, ganz nah bei der Mannschaft von Rhein-Main Volley.
Auch möglich, dass das Treffen am Dienstag, bei dem sich Mannschaft, Trainer und Management auf die so wichtige Partie in der Volleyball-Bundesliga der Männer gegen den VC Leipzig eingeschworen hatten, ausschlaggebend war, für den ersten Saisonsieg des Aufsteigers, der den Gegner mit 3:0 (25:23, 25:17, 25:16) bezwang. Ganz sicher aber war der Gewinn des engen ersten Satzes entscheidend dafür, dass dem bisherigen Tabellenletzten, der mit dem Erfolg den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz schaffte, endlich der erste doppelte Punktgewinn gelang. "Da war das Selbstbewusstsein dann da", erklärte Christian Metzger, Trainer von Rhein-Main Volley. "Das war entscheidend für den Kopf."

Die Sache mit der mentalen Stärke stand auch an jenem Dienstag auf der Agenda, an dem Mannschaft und Entscheidungsträger nicht nur alle bisherigen Spiele analysierten, die eigenen Stärken und Schwächen akribisch auflisteten, sondern auch mit dem Griff in die psychologische Trickkiste vielleicht den Grundstein für den ersten Sieg legten. Denn jene Hand voll Holzstäbchen, die die Beteiligten von Rhein-Main Volley symbolisieren sollten, wurden bei dem Treffen von allen symbolträchtig zusammengefügt. Vereinigt zu einem Ganzen, einer Einheit, so, wie es eben auch das Team sein muss, um im Abstiegskampf eine Chance zu haben. "Das ist unser Glücksbringer", sagte Mittelblocker Andreas Kolle nach dem Spiel, der aber auch wusste, dass vor allem die taktische Leistung ausschlaggebend für den Sieg war. "Wir haben die Vorgabe des Trainers gut umgesetzt." Denn, dass die Leipziger vor allem bei der Annahme von Flatteraufschlägen anfällig sind, nutzten die Hessen konsequent aus.


"Wir haben nur einen kleinen Schritt gemacht", betonte Christian Metzger. "Der Berg ist noch sehr hoch." Um diesen erklimmen zu können ist auch die Vorgabe von Vizepräsident Thilo von Hagen eindeutig: aus den Begegnungen gegen die ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Teams von Königs Wusterhausen und Hamburg müssen die nächsten Punkte folgen. "Sonst bist du weg", sagt von Hagen.
Quelle: Frankfurter Rundschau
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