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05.02.2011
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Seit zwölf Jahren bereits ist Raimund Jeuck Volleyballtrainer bei der TG Rüsselsheim. Er leitet dort die Jugendarbeit, betreut Aktiventeams, feierte zahlreiche Meisterschaften und saß auch schon als Coach der ersten Mannschaft in der Bundesliga auf der Bank. Zuletzt führte er die Reserve bis in die Regionalliga. Genauso lange arbeitet Jeuck aber auch als Landestrainer des Hessischen Volleyball-Verbandes (HVV), wo er derzeit für den männlichen Jahrgang 1995/96 verantwortlich zeichnet.
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Nun fügt der 41 Jahre alte Rüsselsheimer seiner Laufbahn ein weiteres Kapitel hinzu. Als Honorarkraft arbeitet Jeuck für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) als Co-Trainer der Jugend-Nationalmannschaft. Bereits im vergangenen Sommer war Raimund Jeuck gefragt worden, ob er nicht für einen ausfallenden Co-Trainer beim Acht-Nationen-Turnier in Belgien einspringen wolle. Er wollte. Vier Wochen lang war er da mit Deutschlands besten Talenten zusammen und sammelte erste Erfahrungen mit dem Nachwuchs-Nationalteam. Auf den Geschmack gekommen, machte er im Dezember auch bei der zweiwöchigen Vorbereitung auf die Europameisterschafts-Qualifikation in Steinbrunn (Österreich) und Ellwangen mit und begleitete die Nationalmannschaft in der ersten Januarwoche bei der EM-Quali in Lettland. Mit großem Erfolg: Unter sechs Teams wurde Deutschland Erster und kann selbstbewusst Mitte April zur Europameisterschaft nach Ankara reisen. Ob Raimund Jeuck auch dann mit auf der Bank sitzt, steht allerdings noch nicht fest: „Ich habe noch nicht zugesagt.» Reizen würde es ihn aber schon. „Das ist interessant, da es noch mal ein ganz anderes Niveau ist, auf dem sich die Nationalmannschaft bewegt. Da kann man neue Eindrücke sammeln und einiges lernen. Und man lernt auch mal andere Trainer kennen.» Auch bewege sich die Betreuung - das Team ist mit Ärztin, Physiotherapeut und Scout ausgestattet - auf hohem professionellen Niveau. „Da wird bei manchen Bundesligisten nicht so gut gearbeitet», meint Raimund Jeuck. Bei seinen vielen Teams, die er bei der TG Rüsselsheim betreut, ist es aber nicht so einfach, die mehrwöchigen Aufenthalte mit dem DVV zeitlich unter einen Hut zu kriegen. Zumal die Turngemeinde nicht gerade mit einem großen Trainerstab gesegnet ist. Eine berufliche Perspektive biete die Arbeit beim DVV kaum, zumal der Verband nicht gerade üppig in die Talentförderung investiere. „Da gibt es im Moment keine Möglichkeit auf eine Festanstellung beim DVV. Es gibt je einen hauptamtlichen Trainer im Junioren- und Jugendbereich, die an verschiedene Stützpunkte gebunden sind. Drei davon befinden sich in Berlin, einer in Frankfurt», sagt Jeuck. Die Stelle in Frankfurt scheint mit Stewart Bernhard bis auf weiteres besetzt. Und in die Bundeshauptstadt will Jeuck nicht: „Eigentlich möchte ich nicht weggehen von hier.» So bestreitet er seinen Lebensunterhalt erst mal weiterhin als Honorarkraft bei den Verbänden und bei der TG, wo er ebenfalls wenig Hoffnung auf einen Festvertrag hat. Der Aufwand stehe in keinem Verhältnis zu seiner Entlohnung, meint der Trainer und plant nur von Jahr zu Jahr. Die Arbeit mit der Jugendnationalmannschaft sieht der 41 Jahre alte Rüsselsheimer als Bereicherung. Auch dürfte sie seinem Ruf zuträglich sein. Und nicht zuletzt kommt er ein wenig in der Welt herum. Von den großen Städten, in die er bislang mit dem deutschen Nachwuchsteam reiste, hat Raimund Jeuck jedoch nicht allzu viel gesehen. Zuletzt im Januar in Lettland waren es genau drei Dinge: „das Hotel, die Halle und ein Supermarkt.»
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Quelle: Rüsselsheimer Echo
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