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Wilmas wilde Worte

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„Leipzig war besser“

12.10.2009
So deutlich hatte das Ergebnis wohl niemand erwartet. Im Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga Süd gab es für Rhein-Main Volley nicht viel zu holen. „Leipzig war besser“, brachte es Trainer Luis Ferradas gleich nach dem Abpfiff unumwunden auf den Punkt. Mit 0:3 hatte seine Mannschaft gegen die L.E. Volleys aus Sachsen klar das Nachsehen.


Wenngleich der Coach vom Ergebnis enttäuscht war, von seiner Mannschaft war er es nicht. Der erste und auch weite Teile des zweiten Satzes hätten ihm gefallen. Dann sei allerdings die Annahme instabiler geworden, und es habe jene Konstanz und Stabilität gefehlt, die Leipzig auszeichnete. Zeigten die Gäste kaum Schwankungen und besaßen in Eder Pinheiro, Erik Wichert und Jan Günther nach Ansicht von Ferradas mehrere Spieler mit Bundesliga-Format, so erwischten bei Rhein-Main Volley nicht alle ihren besten Tag.

Gerade Johann Löwen und Jonathan Scott schwächelten, im Angriff zeigten sie sich gegen den starken gegnerischen Block nicht so durchschlagkräftig wie sonst. Die Gastgeber hatten allerdings erneut mit personellen Problemen zu kämpfen. Zwar lief Libero Peter „PJ“ Wellbrock nach seiner Virusinfektion und einer mehrwöchigen Pause wieder auf, doch fiel neben dem langzeitverletzten Kapitän Tim Wacker nun Mittelblocker Jakub Strzelczyk aus beruflichen Gründen aus. Zudem wurde Außenangreifer Jan Dörmer geschont, da er in der zurückliegenden Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte.

Für Strzelczyk sprang Jens Blöcher in die Bresche. Früher lange Jahre beim damaligen Zweitligisten TG Rüsselsheim am Netz, kam der mittlerweile 38-jährige Mainzer nach fünf Jahren Zweitliga-Pause wieder zum Einsatz. Vom Vorsitzenden Thilo von Hagen angesprochen, ob er aushelfe, hatte der 1,98 Meter große Routinier sofort zugesagt und übernahm gegen Leipzig den Mittelblock.

„Im ersten Satz waren wir sehr gut, fand ich. Dann haben wir zu viele Fehler gemacht, und einige haben den Mut verloren“, kommentierte Blöcher die Niederlage.

Im ersten Durchgang waren sich die beiden zuvor ungeschlagenen Spitzenteams der Liga auf Augenhöhe begegnet. Lange trennte sie nur ein Ballpunkt, ehe Rhein-Main Volley bei 16:18 erstmals mit zwei Zählern in Rückstand geriet.

Durch einen Angriff von Scott und ein Ass von Andreas Kolle war der Ausgleich schnell geschafft. Auch ein 18:21 hatten die Gastgeber beim 22:22 noch egalisiert. Doch dann sorgte der bärenstarke brasilianische Neuzugang Leipzigs, Eder Pinheiro, für die 23:22-Führung.

Und als das Ferradas-Team mehrere Ballpunktchancen nicht nutzen konnte, kamen die L.E. Volleys zum ersten Satzball. Außenangreifer Carlo Wiese wehrte ab. Blöcher schlug erfolgreich zum 24:24-Ausgleich auf. Aber erneut punktete Pinheiro zum Satzball, den schließlich Johann Löwen in den Dreier-Block schlug.

Als die rund 200 Zuschauer in der Rüsselsheimer Köbel-Halle ihre Mannschaft dann mit 7:13 ins Hintertreffen geraten sahen, erhielt die Hoffnung auf einen Sieg erste Schrammen. Bei 11:14 und 15:18 waren die Gastgeber zwar auf drei Punkte heran gekommen, das Ruder aber hielt Leipzig fest in der Hand und hatte nach einem Hammerschlag von Erik Wichert und einem verschlagenen Angriffsball von Jöhann Löwen freie Bahn zum Satzgewinn.

Immer stärker wurden die Sachsen, immer mehr spielten sie sich mit der Unterstützung ihrer lautstarken Fangemeinde in einen Rausch. Bald klappte alles bei ihnen, während das Rhein-Main-Team im Angriff nicht mehr durchkam. Auch im dritten Abschnitt war daher nicht viel drin. Ab 7:8 musste es den Tabellenführer über 7:13, 10:15, 12:18, 15:19 und 16:21 zu Satz und Sieg ziehen lassen. Etwas mehr Gegenwehr, so fand Andreas Kolle, hätte seine Mannschaft schon zeigen dürfen.
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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5. ASV Dachau34:18
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