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Wilmas wilde Worte

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Kurzes Spiel macht kurze Nacht erträglich

29.09.2008
Gut sechs Stunden Schlaf sind nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, doch Thilo von Hagen dürfte sich gestern Morgen gut gelaunt seinen beiden früh ausgeschlafenen Söhnen zugewandt haben. Der Trainer und Vorsitzende von Rhein-Main Volley hatte mit seiner Mannschaft am Vorabend leichter als im Vorfeld vermutet den zweiten Saisonsieg in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, eingefahren.
Gerade einmal 64 Spielminuten waren vonnöten gewesen, um sich bei Aufsteiger VGF Marktredwitz 3:0 (25:20, 25:22 25:19) durchzusetzen. "Alles hat sehr gut funktioniert, vor allem die Blockabwehr. Am Positivsten für mich war aber die Konstanz, mit der wir das durchgezogen haben; es gab überhaupt keine Wellentäler", so von Hagen. Der 37-jährige Coach, beim 3:1-Auftaktsieg in Kempfenhausen aus beruflichen Gründen nicht dabei, wollte aber keinesfalls verhehlen, dass der Gegner aus dem Fichtelgebirge sein Team nicht wirklich fordern konnte. "Die waren relativ leicht ausrechenbar, haben bestimmt 80 Prozent ihrer Angriffe über Außen vorgetragen. Über die Mitte kam praktisch nichts, was einmal an unseren guten Aufschlägen und an deren Problemen in der Annahme lag."

Obwohl die Gastgeber - im Gegensatz zum 3:1-Erstrundensieg gegen VCO Kempfenhausen - sämtliche "Gastarbeiter" aus der nahen Tschechischen Republik dabei und 350 Zuschauer im Rücken hatten, entwickelte sich nur im ersten Satz bis zum 15:15 ein offener Schlagabtausch. "Danach haben wir uns locker abgesetzt", berichtet von Hagen. Der beim Saisonstart noch geschonte Mittelblocker Jakub Strelczyk spielte stark auf und profitierte wie alle Angreifer von den Pässen des jungen Briten Sam Bragg. "Er hat gut variiert", lobte von Hagen, der als einziger aus dem neunköpfigen "RMV"-Aufgebot deshalb nicht ans Netz ging. Dass Peter Wellbrock wegen Verletzung fehlte, habe Thomas Weigel kompensiert: "Er hat das in Aufschlag und Annahme sehr gut gemacht", so sein Übungsleiter.

Dass es im zweiten Durchgang kurzzeitig hektisch wurde und eine 12:8-Führung "flöten" ging, das nahm von Hagen weitgehend auf seine Kappe: "Ich habe uns zwei, drei Mal benachteiligt gesehen und deshalb mit dem Schiedsgericht diskutiert, was eine Gelbe Karte nach sich zog." Diesen Lapsus bügelte der Coach später durch eine Auszeit beim 24:22 aus, denn der VGF-"Angeber" trat anschließend beim dritten Satzball prompt über...
Quelle: Main-Spitze
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