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25.02.2008
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Dem vielleicht schönsten Tag im neuen Jahr konnten Spieler, Teamleitung, Vorstand und Fans von Rhein-Main Volley gestern wenig abgewinnen. Nach dem 0:3 (17:25, 26:28, 19:25) bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen müsste an den ausstehenden drei Spieltagen nun schon ein Wunder allererster Güte passieren, um dem Neuling eine zweite Saison in der Bundesliga zu ermöglichen.
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Dass daran kaum noch einer ernsthaft glauben mag, der sich mit dem hessischen "Retortenklub" verbunden fühlt, ist verständlich. Einmal sind nach der insgesamt 16. Niederlage - davon ein Dutzend ohne Satzgewinn - nun drei Siege unabdingbar und am Mittwoch geht es gegen den starken Tabellenvierten Generali Haching. Zum anderen ist fraglich, ob die Mannschaft nach den neuerlichen massiven Nackenschlägen überhaupt noch den Willen zu einem letzten Aufbäumen aufbringt. "Eine derartige Anhäufung von Nackenschlägen habe ich in den 16 Jahren in diesem Geschäft noch nicht erlebt. Die Jungs tun mir Leid", sagt Christian Metzger.
Was der "RMV"-Trainer zu berichten hatte, lässt erahnen, warum der mutmaßlich letzte Strohhalm am Samstag vor den Toren Berlins knickte. In der Nacht auf Freitag war Christian Günther im Rüsselsheimer Krankenhaus von einem akut entzündeten Blinddarm befreit worden und für den Trip nach Brandenburg ausgefallen. Auf dem Weg ereilte die hessische Reisegruppe dann die nächste Hiobsbotschaft: Bei Zuspieler Michal Peciakowski, der soeben grünes Licht vom Arzt zur Bewegungsaufnahme erhalten hatte, war erneut die Achillessehne gerissen. "Diese Nachricht war der absolute Hammer und hat die Mannschaft extrem belastet", berichtet Metzger, der wegen seiner schweren Erkältung erst am Samstag in Königs Wusterhausen eintraf.
Doch es sollte noch dicker kommen: Zu Beginn des drittes landete Mittelblocker Ralph Nothhaft auf dem Fuß eines deutlich übergetretenen "Netzhopper" und schied mit Verdacht auf Bänderriss (oder mehr) im linken Knöchel aus. "Wir haben alle nur noch den Kopf geschüttelt. So was ist total demoralisierend, und ich kann nur den Hut vor dem Team ziehen", sagt Metzger. Nothhafts dick angeschwollenes Fußgelenk wurde ins Krankenhaus von Königs Wusterhausen gebracht und geröntgt. Eine Kernspinuntersuchung soll heute Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.
Angesichts dieser Entwicklungen wäre die Umsetzung des angestrebten und bitter benötigten "RMV"-Erfolgserlebnisses in der Landkost-Arena Bestensee eine Sensation gewesen. Die Gäste begannen zwar viel versprechend, brachen aber Mitte des ersten Satzes in der Annahme total ein. Noch besser sah es im zweiten Durchgang aus. Der Tabellenvorletzte hielt den Anschluss, gab keinen Ball verloren und stemmte sich mit Macht gegen das 0:2. Drei Satzbälle wurden abgewehrt, doch obwohl sich jeweils per Angriff die Möglichkeit zur Führung bot, wollte sich ein Vorteil nicht einstellen. Beim vierten Satzball schnürten die zuvor sieben Mal in Serie besiegten Einheimischen um ihre herausragenden Außenangreifer Christoph Eichbaum und Salvador Hidalgo dann den Sack zu. Und im dritten Abschnitt folgte auf Nothhafts Malheur beim 1:1 zwar ein kurzes Aufbäumen, doch nach dem 17:19 erlahmte die Gegenwehr nahezu ganz.
Nachdem der Abstieg so gut wie fest steht, drängt sich die Frage auf, wie es mit Rhein-Main Volley weiter geht. "Ich habe bis jetzt mit zwei Spielern gesprochen, doch da waren noch beide Optionen möglich. In den nächsten Gesprächen wird es darauf ankommen, klar darzustellen, dass unser Anspruch ist, möglichst sofort wieder aufzusteigen", sagt Thilo von Hagen. Der kommissarische RMV-"Chef" und Stand-by-Zuspieler ist sich bewusst, "dass ein Jason Octave oder ein Mark Posthuma für die Zweite Liga kaum in Frage kommen". Einen Vertrag über die Saison 2007/08 hinaus hat nur Johann Löwen unterschrieben.
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Quelle: Main-Spitze
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