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Wilmas wilde Worte

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„Konzept von Ferradas hat überzeugt“

06.09.2009
Sie haben ihn wieder. Andreas Kolle ist zu Volleyball-Zweitligist Rhein-Main Volley zurückgekehrt. Nach einem einjährigen Gastspiel bei Klassenkonkurrent TuS Kriftel wird der Sechsundzwanzigjährige das Team um den neuen Trainer Luis Ferradas erheblich verstärken.

„Das Konzept von Luis Ferradas hat mich überzeugt“, beteuert der Erstliga-erfahrene 1,98 Meter-Mann, der bereits von 2004 bis 2008 für die TG Rüsselsheim und für Rhein-Main Volley aufgeschlagen hat. „Ich habe ihn vorher nicht gekannt. Aber wir haben gute Gespräche geführt, und das Probetraining hat mir gleich gefallen“, beteuert Kolle.

Seine Entscheidung beeinflusst hat allerdings auch die veränderte Situation beim TuS Kriftel, wo er sich nach eigener Aussage „sehr wohl gefühlt“ habe. „Aber jetzt setzt man dort stark auf die eigene Jugend, wodurch natürlich die Zielsetzung eine ganz andere geworden ist.“ Die Verantwortlichen in Kriftel stuften die Mannschaft nun nicht mehr vorne, sondern im Mittelfeld der Zweiten Liga ein. „Mehrere Spieler haben aufgehört“, meint Kolle, so dass für ihn die Perspektive bei Rhein-Main Volley deutlich reizvoller war.

Nicht zuletzt sprach auch der biografische Hintergrund für das Ferradas-Team. Andreas Kolle wohnt in Ginsheim und arbeitet derzeit im Rahmen seiner Ausbildung bei der Sportfördergruppe der Polizei auf der Dienststelle in Rüsselsheim.

Bei Rhein-Main Volley trifft er auf alte Bekannte wie Johann Löwen, Tim Wacker, Jakub Strzelczyk, Peter Wellbrock und den ebenfalls zurückgekehrten Sören Schneider. Auch Thilo von Hagen, Vorgänger von Ferradas und Vorsitzender des Vereins, sieht Kolle wieder. Denn von Hagen trainiert bei einer der vier Übungseinheiten pro Woche in der Walter-Köbel-Halle mit.

Der neue alte Mittelblocker ist von Mannschaft wie Coach sehr angetan: „Der Umgang miteinander ist sehr gut, respektvoll und angenehm. Alle sind zielstrebig und lernhungrig. Das Training läuft auf hohem Niveau. Luis Ferradas ist sehr professionell und vermittelt einen modernen Volleyball. Er hat viel Erfahrung und kommt viel herum, weiß immer über die neuesten Dinge Bescheid. Das, was bei den Nationalmannschaften gemacht wird, versucht er teilweise auch bei uns anzuwenden.“

Und der argentinische Coach, einer der versiertesten im deutschen Volleyball, habe eine gute Art, die Spieler anzusprechen, sie zu motivieren und zu verbessern, meint Kolle anerkennend. „Wir haben zwar einen relativ kleinen Kader, und auf der einen oder anderen Position könnten wir uns noch verstärken. Aber die Spieler, die da sind, sind immer im Training und harmonieren gut miteinander“, versichert Kolle.

Gleichwohl die Mannschaft bislang keine Testspiele oder Turniere absolviert hat, „zumal wir eine kurze Vorbereitungszeit hatten“, sei er optimistisch, dass es mit dem Zusammenspiel klappen wird. Ehe am 13. September (Sonntag) zu Hause um 16 Uhr in der Köbel-Halle mit der Partie gegen Mendig die Runde beginnt, testet das Rhein-Main-Team am nächsten Dienstag und Donnerstag aber doch noch zweimal gegen Erstligist TV Bühl seine Form. Wahrscheinlich finden beide Spiele in der Köbel-Halle statt.

Wie die Chancen von Rhein-Main Volley in der neuen Saison stehen, ob es vielleicht sogar zum Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga reichen könnte, darüber mag Andreas Kolle keine Prognose abgeben. „Erst mal schauen, wie die anderen so drauf sind.“ Sicher sei für ihn jedenfalls: „Jeder kann jeden schlagen.“
Quelle: Rüsselsheimer Echo
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2. VC Dresden40:12
3. L.E. Volleys38:14
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7. TG 1862 Rüsselsheim28:24
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