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Wilmas wilde Worte

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Keine Chance nutzen

18.02.2008
Die Hoffnung aufzugeben, kommt für Christian Metzger nicht in Frage. Solange es noch rein rechnerisch möglich ist, die Erste Volleyball-Bundesliga zu halten, so lange spricht auch der Trainer von Rhein-Main Volley nicht vom Abstieg. Dass seine Mannschaft am Samstag gegen das Top-Team vom SCC Berlin mit 0:3 (23:25, 10:25, 21:25) verlor, ist nun wirklich nur das kleinere Übel. "Der Unterschied war zu groß", gibt Metzger zu. "Berlin hatte einfach mehr Qualität." Viel wichtiger als das verlorene Spiel gegen den übermächtigen Gast aus der Hauptstadt ist jene Partie, die am kommenden Samstag gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen ansteht. "Das ist für uns das entscheidende Spiel", sagt Christian Metzger.

Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht, warum das so ist. Vier Punkte trennen Rhein-Main Volley vom ersten Nichtabstiegsplatz, auf dem die Netzhoppers rangieren. Gewinnen die Hessen das Spiel, ist die Chance für den Aufsteiger wieder da, die Klasse zu halten. Aber nur dann, wenn auch in den letzten drei Saisonspielen noch gepunktet wird. Neben dem Heimspiel gegen Unterhaching wäre das vor allem gegen die Hamburg Cowboys (Tabellenletzter) und gegen Wuppertal, den Viertletzten, möglich. Allerdings müsste nicht nur Rhein-Main Volley punkten, die direkten Gegner im Kampf um den Klassenerhalt müssten ihrerseits auch Zähler lassen, damit die Saison doch noch positiv für die Hessen ausgeht.


Eine minimale Chance auf den Klassenerhalt ist also da, auch wenn sie nicht gerade realistisch erscheint. Denn warum sollte es Rhein-Main Volley, das in dieser Saison einige Möglichkeiten verpasst hat, gelingen, sich vorzeitig aus der Abstiegszone abzusetzen? Warum sollte die Mannschaft ausgerechnet in den entscheidenden Spielen zum Schluss die nötige Reife, Ruhe und Entschlossenheit zeigen? "Weil wir einige Alles-oder-Nichts-Typen in der Mannschaft haben", erklärt Christian Metzger. "Wir waren schließlich noch nie in einer Situation, in der es wirklich um alles oder nichts geht. Es ist einfach eine Frage dessen, wer sich in engen Spielen nicht in die Hose macht."

Einer, der Verantwortung übernehmen kann und will, ist Mark Posthuma. Der Außenangreifer weiß zwar, dass der Klassenerhalt in den noch ausstehenden vier Spielen sehr schwer werden wird. Die Hoffnung will aber auch der Niederländer nicht aufgeben. Noch nicht. "Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Finale. Wir müssen einfach noch drei Spiele gewinnen und die direkten Konkurrenten alles verlieren." Klingt einfach, ist aber nur schwer vorstellbar. Zu oft hat Rhein-Main Volley in dieser Saison Möglichkeiten verspielt. Doch Christian Metzger gibt den (Zweck-)Optimisten: "Wenn ich nicht daran glauben würde, wäre ich fehl am Platz." Um das Unmögliche noch möglich zu machen, appelliert der Trainer, der unter der Woche von Thilo von Hagen unterstützt wird, an die Ehre der Seinen. "Wir können jetzt etwas Großes leisten", sagt Christian Metzger. "Das ist für uns die Chance."
Quelle: Frankfurter Rundschau
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