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Wilmas wilde Worte

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Jugend-EM für TG-Trainer Jeuck ein Erlebnis

27.04.2011
Satz mit X, das war wohl nix: Die U 19-Nationalmannschaft des Deutschen Volleyball-Verbandes war bei der Europameisterschaft in Ankara von der Spitze viel weiter entfernt, als die Verantwortlichen dies nach der sehr erfolgreichen Qualifikation und vielversprechenden Resultaten im Vorfeld erwartet hatten. Nur dank fünf mehr gewonnener Sätze gegenüber den ebenfalls sieglosen Finnen blieb der zwölfköpfigen Auswahl von Bundestrainer Stewart Bernard (Frankfurt) und dessen Assistenten Raimund Jeuck (TG Rüsselsheim) die „rote Laterne“ unter den zwölf EM-Startern erspart.

Bundestrainer Bernard sagte in einem ersten Fazit: „Schade, dass wir nicht das Niveau, das wir auf der Qualifikation gespielt haben, hier zeigen konnten. Leider sind die Defizite der Mannschaft in jedem Spiel offenbart worden. Die größten Unterschiede zu den vorderen Mannschaften sind sicherlich im Bereich Angriff - Variations- und Lösungsmöglichkeiten - sowie im Bereich Athletik zu finden.“ Teamkapitän Ruben Schott meinte: „Das Turnier hat gezeigt, wo unsere Defizite sind und woran wir im täglichen Training arbeiten müssen. Ich denke, ich spreche im Namen der Mannschaft, wenn ich sage, dass wir alle sehr enttäuscht sind. Wir hatten uns sicherlich etwas mehr ausgerechnet. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Beim 8-Nationenturnier im Sommer haben wir eine neue Chance, uns besser zu präsentieren.“

Ob Raimund Jeuck dann wieder mit von der Partie sein wird, ist ungewiss. „Mein Engagement beim DVV ruht vorerst“, sagt der langjährige TG-Coach. Obwohl auch Jeuck vom Abschneiden der DVV-Vertretung enttäuscht ist und die türkische Hauptstadt ihn auch nicht zu einem Privaturlaub am Bosporus habe animieren können, so möchte er das erstmalige EM-Erlebnis in der Baskent-Halle keinesfalls missen: „Es war total interessant zu sehen, was international abgeht und was die Mannschaften so drauf haben. Die ersten sechs bis acht Teams hatten Zweitliganiveau und Serbien einen absolut herausragenden Annahme/-Außen-Spieler.“ Nicht verwunderlich, dass die Serben durch einen 3:2-Erfolg über Titelverteidiger Frankreich am Ende ganz oben standen.

Dennoch - trotz aller Defizite war bei der EM auch erkennbar, dass die DVV-Auswahl punktuell durchaus mit den besten europäischen Nachwuchsteams mithalten kann. Gegen Serbien und Halbfinalist Bulgarien etwa verlor man erst im fünften Satz. Entscheidend dabei: Mangelndes Durchsetzungsvermögen im Angriff, die Konstanz sowie sicherlich auch ein wenig das stabile Nervenkostüm. „Die Anderen waren in ihrer Persönlichkeit einfach weiter als wir. Wir haben immer schwankend und zu fehlerlastig gespielt. Und und wenn es über den vierten Satz hinausging, sind die Jungs mit dem Druck gar nicht mehr fertig geworden“, so Jeucks Fazit der sechs deutschen Turniertage.


Quelle: Main-Spitze
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